Glasklar - ein Politik Podcast der Gelsenwasser AG

Glasklar - ein Politik Podcast der Gelsenwasser AG

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00:00:00: Wir können PFAS nicht vermeiden und wir können PFAs nicht ausweichen.

00:00:05: Die Journalisten fragen immer gerne, Herr Weijand, können Sie mir sagen was ich da tun kann?

00:00:10: Da habe ich gesagt das erste was sie tun können nichts mehr essen.

00:00:12: Das zweite was ihr tun können nicht mehr atmen.

00:00:15: Und dann vielleicht auch nichts mit trinken.

00:00:17: Das heißt weder Essen noch Trinken noch Atmen so.

00:00:21: Dann vielleicht auch unkeine PFAS-haltigen Klamotten tragen die direkt auf der Haut liegen weil die Haut über die Haut werden auch solche Stoffe aufgegangen.

00:00:30: Das heißt, wenn man sich das anschaut, dann bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit.

00:00:36: Nämlich der Ausstieg aus der PFAS-Nutzung um diese Toxizität für den menschlichen Körper zu

00:00:45: vermeiden.".

00:00:48: Glas klar!

00:00:49: Der Politikpodcast der Gelsenwasser AG nimmt Sie mit auf eine spannende und erfrischende Reise in eine blau-grüne Welt.

00:00:57: Mitten im Ruhrgebiet

00:00:58: spricht Arndt Bär

00:00:59: mit seinen Gästen

00:01:00: über

00:01:00: aktuelle Themen aus Energie, Umwelt

00:01:02: und Klimapolitik.

00:01:04: Viel Vergnügen!

00:01:05: So wir sind bei einer weiteren Sonderfolge der E-Fahrt der Weltleitmesse für Umwelttechnologie.

00:01:14: Sind im schönen München und ich habe heute einen ganz besonderen Gast bei mir und zwar Martin Weihand.

00:01:21: Martin ist Hauptgeschäftsführer für Wasser und Abwasser des BDEW.

00:01:26: Die meisten Hörer werden den Verband kennen, einen ganz großen Bundesverband für Energiewirtschaft und ganz wichtig für Wasserwirtschaft.

00:01:35: Schafft es also immer wieder die Interessen beider Gruppierung und beide Felder der Daseinsvorsorge zusammenzubringen?

00:01:44: Wir sitzen heute hier haben uns ein bisschen zurückgezogen und ich freue mich Martin dass du Zeit gefunden hast um mit mir hier zu sprechen.

00:01:52: Gerne!

00:01:53: Martin, die EFAT ist sechzig jetzt geworden.

00:01:57: Große Feier wird morgen sein.

00:02:00: Wie viel EFAS hast du schon mitgemacht?

00:02:02: Waren dir anders damals?

00:02:05: Ich kann nicht mehr erzählen, wie viele EFAs ich schon mit gemacht habe.

00:02:08: Unterbrochen wurde das ja durch die Corona-Zeit und bemerkenswert ist – das wurde auch von dem Vorstandsvorsitzende der EFAD an eine Messe gesagt – Ganz toll erholt, sie ist größer und umfangreicher geworden als vorher.

00:02:27: Die Marke hat sich gehalten und arrondiert und sogar ist gewachsen also auch international.

00:02:33: Also ich glaube die EFAT hat sich in der Struktur, was Themen angeht, was die Entwicklung von entsprechenden Formaten angeht weiterentwickelt.

00:02:46: Insofern ist für Deutschland eine gute Sache, dass wir die E-Fahrt haben als internationalen Drehpunkt und Treffpunkt.

00:02:54: Für die Wasserbranche, für den Entsorgungsbranche oder für die Kreislaufwirtschaft.

00:02:59: Ich empfinde das positiv.

00:03:03: Insoweit ist es wichtig, dass man hier zeigt, dass da sind und dass die Deutschen hier Technologie anbieten, was zu bieten haben gute Gäste zu sein.

00:03:18: Hast du den Eindruck, dass sich technologisch da viel verändert hat in der letzten Zeit?

00:03:22: Wir kommen ja noch zu einem oder zwei so Spezialthemen aber sind die Aussteller noch dieselben oder hat das Switch da einen Switch gegeben?

00:03:31: Ich glaube es sind viele noch die gleichen aber nur neue hinzugekommen.

00:03:36: Thema Digitalisierung hat vieles verändert.

00:03:39: In der Umwelttechnologie ist glaube ich sehr viel Fortschritt erreicht worden Und die Technologie treibt damit auch dieses Thema an, die Lösungen an.

00:03:48: Aber natürlich für uns auch wichtig ist dass diese Systeme wirtschaftlich einsetzbar waren und sind weil wir als Verband der die wirtschaftlichen rechtlichen Interessen im Blick hat auch dafür sorgen müssen das Technologie bezahlbar bleibt und das Gebühren- und Wasserpreise bezahlbar bleiben für die Menschen weil sie eben mit das Wichtigste gut Warum der da sonst vor Sorge darstellen?

00:04:16: Also ich habe, glaube ich vier Ifats jetzt mitgemacht.

00:04:21: Bei einer bin ich ausgefallen weil ich einen Tag vorher tatsächlich Corona hatte ist mir letztens erst wieder eingefallen war schon alles geplant und dann musste ich doch zu Hause bleiben.

00:04:32: aber bei den letzten war ich dabei und ich hab so den Eindruck das ist ja schon es ist und bleibt eine Technikmesser Aber es ist politischer geworden.

00:04:41: kann das sein?

00:04:41: Wir hatten gestern die Umweltkommissarin da, Jessica Rossweil.

00:04:46: Hatten den Umweltminister da?

00:04:48: Die Bayerischen, die Landesminister sind immer da aber es ist schon relativ präsent hier alles, der Politik.

00:04:54: Ja, der Bundesumweltminister ist schon immer präsents gewesen in München.

00:05:00: Jessica Rosswell, die Europäische Kommission glaube ich war ab und zu mal da.

00:05:05: Aber ja, es stimmt.

00:05:07: Die Ansprache der Politik ist besser geworden.

00:05:10: Das entspricht auch der Größe der Messe.

00:05:12: also das ist gut und Carsten Schneider ist ja bei uns am Stand gewesen hat sich erkundigt über aktuelle Entwicklungen glaube dass wir ein gutes Verhältnis haben auch so zum Bundesumweltminister zu dem Ressort oder dass wir versuchen eben im Rahmen der Themen der breiten Themen die das Ressord zu bespielen hat gute Lösungsvorschläge vorzubringen, die insgesamt die Wasserwirtschaft voranbringen.

00:05:41: Aber auch Lösungen im technologischen Bereich mit Beinhalten.

00:05:44: also ich glaube dass das der Minister interessiert ist und hat auch interessierte Fragen gestellt.

00:05:52: Er war ja lange bei uns am Stand fand nicht gut.

00:05:55: habt ihr auch anregen gesprochen?

00:05:58: könntest du ein zwei Dinge nennen über die du gerade mit ihm austausch bist dazu?

00:06:03: Ja, das sind ja auch keine Geheimnisse.

00:06:06: Wir diskutieren intensiv wie soll es weitergehen mit dem Phosphorrecycling?

00:06:13: Wir haben die Klärschlammverordnung und Verbrennung und dann letztlich das Phosphorecycling.

00:06:19: Und wir müssen halt schauen dass wir dieses Hennerei-Problem lösen zwischen der Tatsache, dass wir im Aufbau der Technologie sind, das investiert werden muss, von den Abwasserbetrieben bekundet werden muss, dass sie einen Marktangebot haben wollen.

00:06:37: Damit so das Hennerei-Problem gelöst wird und damit die unterstützt werden, die auch investieren.

00:06:42: Also es ist wichtig, dass diejenigen, die investieren kann das Trend in Investments produzieren und ermutigt werden ihre Kapazitäten auszubauen.

00:06:52: Und da versuchen wir eben gemeinschaftlich mit Lösungen für diese Frage eine kosteneffiziente Lösung zu finden die dieses Thema voran bringt.

00:07:03: Und wir haben heute ja nochmal eine Studie vorgestellt, gerade eben, die das Thema auch nochmal Marktwähigkeit von Phosphorrezyklaten aufgreift.

00:07:12: Das heißt es ist die erste Studie, die sagt ihr braucht eine Art Marktmodell für den Handel von Phosfor in dem Rezyklate, die da sind, aufgenommen werden müssen im Rahmen einer quote europäische Quote am besten damit sie marktwähig ist und konkurrieren kann, denn ohne eine solche Quote werden wir nicht marktfähig, konkurrenzfähig sein bei dem Phosphor.

00:07:39: Und was halt wichtig ist an diesem Thema auch dass wir irgendeine eigene Ressource haben das wir also sozusagen hier auf eigene ressourcen in europa zurückgreifen können in deutschland zurückgreiften können dass wenn nicht abhängig sind von importen die gleichzeitig noch im prekären situation gewonnen werden, wie zum Beispiel im Atlas-Gebirge in Marokko.

00:08:01: Und das ist eben aus meiner Sicht auch ein wichtiger Aspekt der die Kreislaufwirtschaft deswegen ja auch hohes Interesse von Jessica Rosweil weil das spielt ein in die Kreislaufwirtschaftsstrategie der Europäischen Kommission und ich glaube da können wir als Abwasserbetriebe einen guten Beitrag leisten und das gut nach vorne bringen.

00:08:24: Vielleicht für die, die das Thema nicht so kennen.

00:08:25: Das ist ja eine Pflicht, die ist schon relativ lange bekannt.

00:08:29: Ist also kein ganz neues Thema?

00:08:31: Und zwanzigneunundzwanzig soll im Grunde die Pflicht scharf geschaltet werden stand jetzt und gab Diskussionen darüber ob man das schafft oder nicht schafft und verschieben soll.

00:08:42: da gibt es aber auch ne klare Aussage des Umweltministers jetzt.

00:08:45: Ja ich glaube er hat ganz klar gesagt Wir werden nicht für alles immer Zeit bezogen, die Lösungen haben.

00:08:56: Es wird vielleicht Kapazitätsprobleme geben oder auch Mengen Probleme geben.

00:08:59: auf der anderen Seite entbindet uns das nicht von der Verpflichtung jetzt Lösungen voranzubringen und das ist glaube ich sein wichtigster Punkt.

00:09:09: Wir können nicht stehen bleiben.

00:09:10: Auf der einen Seite haben wir genug Zeit gehabt, auf der anderen Seite ist zu wenig Zeit.

00:09:15: also beides stimmt.

00:09:16: Aber

00:09:16: jetzt ist so wenig Zeit?

00:09:17: Aber

00:09:17: gleichzeitig heißt das ja nicht dass wir uns irgendwie zurücklehnen und sagen wir tun gar nichts sondern wir müssen unser bestes Ton jetzt da für die Branche minimalinvasive Kosten effizienter Lösungen voranzubringen.

00:09:31: aber wir müssen natürlich auch dafür sorgen dass Investition sich lohnt.

00:09:36: Das versuchen wir gemeinsam mit dem Umweltministerium voranzubringen, mit den Ländern.

00:09:40: Und das ist nicht immer friktionsfrei, weil wir haben bei sechstausend Abwasserbetrieben in Deutschland oder achttausend Abwasserbetrieben in Deutschland natürlich eine große Vielfalt und kleinen Großmittel.

00:09:56: Da gibt es eine sehr große Diskrepanz auf der anderen Seite.

00:10:01: Es müssen auch welche vorangehen um Lösungen technologisch vorzubringen und dafür setzen wir uns ein, dass wir hier Möglichkeiten nach vorne bringen und gemeinschaftlich mit der Branche diskutieren.

00:10:15: Ich meine es ist ja nicht das erste Mal, dass ein sinnvolles Ziel gesetzt wird und dann eine Technologie dafür gesucht und dass man eben jetzt da überlegen muss wie wenn man so einen Markt hochläuft.

00:10:24: Es ist eigentlich oft so, dass das neue Produkt erstmal bisschen Unterstützung braucht und dass Willen braucht und den halten muss, damit die größeren Player investieren.

00:10:37: Genauso ist es!

00:10:38: Es gibt ja viele Beispiele für den Markthoflauch von Technologien.

00:10:42: also bekannt ist das Fotovoltaikoglauf mit der Unterstützung durch das erneuerbare Energiengesetz.

00:10:49: aber es bleibt einfach eine wichtige Aufgabe wenn wir das ernst nehmen dass wird dieses Thema auch ordentlich betreuen und unsere Aufmerksamkeit widmen.

00:11:02: Unsere Aufgabe als BDW ist halt, eine gute Lösung zu moderieren zwischen den verschiedenen Interessen die da sind und gleichzeitig zu schauen dass es aber vorangeht.

00:11:12: Ist ja mal auf der Abwasserseite relativ viel.

00:11:14: im Moment ist so mein Eindruck das ist ja klar es ist ein Wasserkreislauf Aber wir trennen ja schon immer gedanklich ein Stück weit.

00:11:22: Und auf der abwasser Seite ist jetzt das große Thema fast Vorrecycling und parallel Die ganze Frage vierte Reinigungsstufe Karl wer finanziert Also die ganz große Kelle.

00:11:35: Europa hat da was gesetzt und jetzt überholt uns so ein bisschen die Weltlage, kann das sein?

00:11:42: Ja und nein!

00:11:44: Natürlich kämpfen wir zur Zeit auf zwei Ebenen, auf der europäischen Ebene damit die Richtlinie halten bleibt und die Kommission akzeptiert dass diese Regelungen wie richtig und wichtig sind.

00:11:55: zu Finanzierung.

00:11:56: Ansonsten hätten wir ja das Problem, dass wir das den Bürgerinnen und Bürgern aufbürgen müssten.

00:12:01: Und dann kann ich nur sagen, dann reden wir von Preissteigerungen und Gebührensteigerung die vielleicht bei thirty-fünf Prozent oder mehr sein könnten.

00:12:09: Also das ist kein Thema dass wir so einfach gehen lassen können und deswegen ist die verursachungsgerechte Finanzierung durch die pharmazeutische Industrie, durch die Kosmetikindustrie sachgerecht.

00:12:20: Das muss man ja ganz deutlich sagen!

00:12:22: Und diese sachgerechte Lösung hat die Kommission umgesetzt.

00:12:25: über die Herstellerverantwortung.

00:12:27: Die

00:12:28: ja nicht neu ist.

00:12:29: Wir sind hier bei der Kreislaufwirtschaft, die machen das

00:12:31: schon seit

00:12:33: Jahren.

00:12:33: Genau!

00:12:34: Die nicht neu isst aber sie ist natürlich eine andere Struktur.

00:12:40: Wir haben es mit physischen Gütern zu tun.

00:12:42: Bei der Kreislaufwirtschaft hier haben wir es mit Spurenstoffen zu tun, die eliminiert und extrahiert werden müssen mit Technologien Und da habe ich das physische Gut nicht in der Hand, letztendlich.

00:12:57: Also dass es bei den Kreislaufwirtschaft anders gelagert, aber das System ist das Gleiche und diese Systematik haben wir lange genug ausgearbeitet die sich jetzt widerspiegelt in der Richtlinie, die ist auch sachgerecht und können auch eine solche Herstellerverantwortung kosteneffizient im Rahmen dieser Richtlinien umsetzen sind eben jetzt auch alle gefordert, die formazeutische Industrie aus einer sozusagen Verweigerungshaltung in eine konstruktive Haltung hineinzugehen und zu sagen ja wir nutzen alle Potenziale.

00:13:32: Auch das Best Practice Potenzialer Effizienz Potenzials in der Frage wie viele Anlagen es sein sollen um dann hier eine kosteneffiziente Regelung zu finden.

00:13:42: Und das glaube ich ist wichtig zu wissen man kann in der Richtlinie eine ganze Reihe gestalten wenn man es möchte Und wenn man mitmacht, wer sich aber jetzt zurücklehnt und sagt ich mache gar nichts oder ich will nur klagen.

00:13:56: Oder und versuchen die Richtlinie nochmal zu disorientieren der wird sich eines Tages wird eines Tages möglicherweise aufwachen und feststellen das in Deutschland eine nationale Umsetzung erfolgt ist und man nicht mitgewirkt hat.

00:14:09: Das ist glaube ich wichtig hier noch mal zu sagen wir sind bereit als BDEW mit der pharmazeutischen Industrie gemeinschaftlich die Umsetzung zu gestalten.

00:14:21: Also da sind wir also offen für eine gemeinsame Umsetzung, weil am Ende des Tages brauchen wir für Deutschland auch ein Konsens in der Umsetzung.

00:14:31: das ist immer wichtiger wichtig um das Thema voranzubringen und dafür stehen wir gleichzeitig eben neben der europäischen Insel läuft eben diese nationale Umsetzung.

00:14:43: bis mit den nächsten Jahres muss das im nationales Recht umgesetzt sein.

00:14:46: Kommunal

00:14:46: Abwasserrahmen Richtlinie, deshalb Karl

00:14:53: Die muss umgesetzt werden.

00:14:54: Dazu wird es mindestens zwei gesetzliche Regelungen geben, Änderung im Wasserhaushaltsgesetz eine eigene Richtlinie ein eigenes Gesetz für die Herstellerverantwortung zur Umsetzung vielleicht jetzt noch weitere Regelungen gibt.

00:15:07: aber das muss durch den Deutschen Bundestag und da müssen wir gucken dass hier entsprechend gute Regelungen für die Branche Aber auch gemeinschaftlich mit der pharmazeutischen Industrie gefunden und gesucht werden Und das machen wir auch im Gesprächen, ja als mit dem Bundesumweltministerium.

00:15:26: Das ist schon ein spannender Vorgang.

00:15:28: also mitzusehen wenn.

00:15:29: deswegen habe ich gesagt Wir werden so ein bisschen überholt Es wird ja jetzt oft die Karte gespielt der Industrie geht es ohnehin so schlecht und jetzt kommen noch solche Belastungen dazu Ist also schon eine Rolle rückwärts

00:15:43: Ja.

00:15:43: aber Ich sag mal das Problem ist ja dass auch mit falschen Argumenten oder mit falschen Zahlen argumentiert werden.

00:15:50: Man kann sagen, ja wie sind denn die Zahlen?

00:15:51: Das ist eine prächtigte Frage aber sie sind auf jeden Fall nicht so, wie zum Beispiel jetzt durch Metzins vor Europe dargelegt.

00:15:58: Weil dort werden zahlen alte Zahlen genommen, die auch gleichzeitig nicht berücksichtigen wie die Schwellenwerte und die Umsetzungsmaßnahmen der Kommunalabwasserrichtlinie sind, nicht was Deutschland vorgesehen hat.

00:16:10: in der nationalen Umsetzung werden die gesamten Kosten mal eben auf die pharmazeutische Industrie umgelegt, obwohl die Kosmetikindustrie auch einen Teil der Kosten zu zahlen hat.

00:16:22: Da werden mal eben hundert Prozent der Kosten auf die farmazeutischen Umgel umgelegt, obwohl zwanzig Prozent ja von den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland bezahlt werden sollen.

00:16:31: Also die Kosten, die hier angesetzt werden sind bei weitem zu hoch.

00:16:36: Die Schwellenwerte sind falsch angesetzt Verpflichtend werden unter Anlagen reingenommen, die gar nicht verpflichtend sind.

00:16:44: Und so kann man eben nicht umgehen.

00:16:46: und gleichzeitig wird gesagt, die Medikamente stehen nicht zur Verfügung.

00:16:50: Man muss ja auch sehen ist es kein Merkmal von EPR das noch gar nicht gibt dass wir einen Medikamentmangel haben.

00:16:58: Das heißt wir haben ein Strukturproblem bei der Medikamentsproduktion bei der sozusagen Margen Situation dass Medikamente nicht zur verfügen stehen oder und Fiebermedikamente oder auch Krebsmedikamete stehen zum Teil nicht zur Verfügung.

00:17:16: und das ist eben kein Merkmal jetzt von EPR oder einer anderen Situation.

00:17:23: Das liegt nicht an der Struktur des Marktes im pharmazeutischen Bereich, der teilweise reguliert und nicht reguliert ist.

00:17:31: Da werden ja Produkte in Deutschland produziert aber in Deutschland nicht in den Handel gebracht sondern ins Ausland verkauft.

00:17:40: Diese ganze, es werden ja letztendlich auch nicht die Kosten offengelegt.

00:17:46: Das heißt also Sie müssen's auch nicht aber sie können sich auch gleichzeitig nicht behaupten das sei anders.

00:17:51: Also wir müssten ja um das nachzuprüfen mal die Marge der generäriker Industrie kennen.

00:17:56: Ja?

00:17:56: Wie ist deren Einkaufspreis.

00:17:58: wie ist deren Menge was ist deren Verkaufs preis?

00:18:02: Es wird auch gar nicht gesagt, dass mindestens sechsundzwanzig Prozent der Generiker über auf-the-counter, also eine Apotheke oder freie Markt verkauft werden.

00:18:10: Für die gibt es ja keinen Preis-Cap, keine Preisbeschränkung.

00:18:16: Also wo man hinschaut sind die Argumente eigentlich nicht stimmig und damit eben auch die Kostenbetrachtung nicht stimmig.

00:18:26: Und das ist eben schon etwas, wo man sich fragen muss auf welches Niveau will sich da die pharmazeutische Industrie begeben.

00:18:33: Jeder hat das Recht seine Lobby-Aktivitäten zu entfalten aber sie müssen auch irgendwo belastbar sein.

00:18:38: In the long run müssen die Argumente belasten sein.

00:18:41: Das sehe ich ja nicht und deswegen glaube ich es richtig wenn die Kommission daran festhält die jetzigen Regelungen weiter umzusetzen und dass das Entscheidende letztendlich muss die Kommision das entscheiden.

00:18:56: Wir setzen uns dafür ein, dass es in der jetzigen Regelung bleibt und gleichzeitig eine gute Umsetzung vorhanden ist.

00:19:03: Das ist schon interessant.

00:19:05: Es zeichnet dich schon aus, dass du dich auch ziemlich rein arbeitest in solche Branchen und solche Themen die jetzt nicht die originell wasserwirtschaftlichen sind.

00:19:15: Also so eine Kosmetikindustrie oder eine Pharma-Industrie muss man ja auch verstehen.

00:19:20: Eine ist das Wasserwissenschaftler kann, das andere dieses politische Spiel zu machen und die Argumente auszutauschen.

00:19:29: Und da hast du ja relativ große Gegner so von den Branchen her, die du dann aber auch verstehst finde ich.

00:19:37: das ist nicht selbstverständlich und nur so kann man ja auch auf Augenhöhe diskutieren mit den Leuten.

00:19:43: Lass mal auf das andere große Thema gehen was ich jetzt hier auf der IVAT wahrnehme PFAS.

00:19:54: Vielleicht kannst du einen Hörern kurz da oder erst mal ein paar Sätzen umreißen, worum es bei dem ganzen Thema geht.

00:20:00: Wenn ich hier so rumgehe, nehme ich wahr dass es Start-ups gibt oder Technologieunternehmen die damit werben das sie PFAS Disjoin können.

00:20:12: Die einen sagen aufbereiten den anderen Disjoins.

00:20:15: also da wird ein riesen technologisches Thema offensichtlich technologisch bearbeitet.

00:20:20: Worum geht's bei der ganzen Sache?

00:20:23: Es geht erst einmal darum, dass PFAS eben sogenannte Ewigkeitschermikalien sind.

00:20:27: Die sehr persistenz sind.

00:20:29: das heißt sie können im Prinzip die zerlegen sich nicht.

00:20:33: Sie bleiben bestehen.

00:20:34: es gibt über zehntausend Stoffe in unterschiedlichsten Varianten und Größen der Moleküle.

00:20:40: Es werden eingesetzt.

00:20:41: Das bekannteste ist immer die Teflonpfanne oder auch die Beschichtung von Jacken, aber sie werden überall eingesetzt in der Automobilindustrie und im bestimmten Bereich, den Medizinbereich.

00:20:53: Und das Problem ist dass diese Stoffe eben toxisch wirken auf dem Menschen letztendlich, auf die Tiere, auf Die Umwelt.

00:21:03: und da stellt sich die Frage was?

00:21:05: wie kann man dies ändern?

00:21:06: Wie kann man es machen?

00:21:09: Die PFAS verbreiten sich ubiquitär, das heißt also sind überall.

00:21:15: Das heißt diese Moleküle finden sich im Regen in der Luft überall.

00:21:22: Also kannst du gar nicht vermeiden... In den

00:21:24: Alpen habe ich genäht.

00:21:25: Du

00:21:25: kannst auch die Aufnahme nicht vermeidern und dann komme ich gleich Wasser mit dem Trinkwasser zu tun.

00:21:32: Komme ich gleich drauf.

00:21:34: Das heisst wenn du heute Morgen gefrühstückt hast Dann hast du schon deine Ration, PFAS für den ganzen Monat oder fürs ganze Jahr aufgenommen die du sonst vertrinkwasser aufnimmst.

00:21:50: Und das zeigt eben das Problem.

00:21:51: Mehrere hundert Nanogramm PFAS nehmen wir jeden Tag auf über Nahrungsmittel und wir nehmen nur ganz wenig letztendlich übers Trinkwasser ab.

00:22:00: Deswegen lösen wir das Problem auch nicht indem wir jetzt – und das ist entscheidend immer weiter die Grenzwerte für PFAS bei Trinkwasser runter senken würden, weil wir eben nichts an der toxischen Aufnahme durch Nahrungsmittel ändern können.

00:22:16: Das heißt, wir können PFAS nicht vermeiden und wir können PFAS nicht ausweichen.

00:22:21: Selbst wenn wir es könnten aufzubereiten?

00:22:24: Was können also Journalisten fragen?

00:22:26: immer gerne Herr Weijan können Sie mir sagen was ich da tun kann habe ich gesagt das erste was sie tun können nichts mehr essen.

00:22:32: das zweite was ihr tun können nicht mehr atmen und dann vielleicht auch nichts mehr trinken.

00:22:37: Also Luft ist ein Übertragungsweg?

00:22:39: Luft ist auch ein Überdrahungsweg, das heißt weder essen noch trinken noch atmen.

00:22:44: Und dann vielleicht keine PFAS-seitigen Klamotten tragen die direkt auf der Haut liegen weil über die Haut werden solche Stoffe aufgenommen.

00:22:53: Das heisst wenn man sich das anschaut bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit nämlich der Ausstieg aus der PFAS Nutzung um diese Toxizität für den menschlichen Körper, für die Menschen zu vermeiden.

00:23:10: Und da wir können aber auch nicht von heute auf morgen auslagen.

00:23:12: Es gibt wichtige Anwendungen... Aus dem Ausstieg vielleicht

00:23:15: noch mal heißt seinem Grunde für den Hersteller?

00:23:17: Für

00:23:18: den Hersterer keine Produktion

00:23:19: geht nichts mehr als anderes vor.

00:23:21: Aussteg

00:23:21: heißt dass wir Produkte ersetzen, die jetzt PFAS enthalten oder mit PFAS produziert werden durch Produkte, die eben kein PFAS mehr halten.

00:23:31: Also ich nenne mal ein Beispiel.

00:23:33: Wärmepumpen können wir heute ohne PFAS Gase herstellen mit Ersatzgasen.

00:23:39: das gleiche gilt für Trafostation bei Strom und so kann man sich aufschreiben wann sind wir in der Lage welche Technologie im welchen Zeitraum zu ersetzen?

00:23:54: Das ist die Vorgehensweise der Behörde, der Echer, die sich dieses Thema aus angenommen hat.

00:24:00: Die im Prinzip jetzt sagt okay wir haben Stoffe da wissen wir das dauert es länger.

00:24:05: Da geben wir einen Übergangsfrist von vier oder sechs Jahren.

00:24:08: Es gibt Stoffen vielleicht noch mal länger da haben wir zehn Jahre, es gibt auch daraus weniger lang zwei Jahre.

00:24:14: dann können wir ersetzen.

00:24:15: Wir können von heute auf morgen sagen wir steigen aus auch der PFAS-Beschichtung Pfannen oder von Kleidungsmitteln.

00:24:24: Dann haben wir eben wie früher Edelmetallpfanne, da gibt es auch schon sehr gute Entwicklungen.

00:24:30: Da sind ja bei denjenigen die gerne wandern so ein bisschen gekniffelt?

00:24:33: Es

00:24:33: gibt andere Möglichkeiten.

00:24:37: Wasserdichte,

00:24:39: andere Materialien, die man dafür nutzen kann und das ist genau das Thema.

00:24:46: Deswegen sagen wir als BDW, wir brauchen eine Exit-Strategie.

00:24:49: Diese Exitstrategie hat also mehrere Elemente.

00:24:52: Erstens können wir den Bestand nicht verändern.

00:24:55: Wir können jetzt nicht von heute auf morgen Materialien rausschmeißen die PFAS enthalten.

00:25:00: Wir haben Trafostationen, die arbeiten in den Häusern Anwendungen für Wärmpumpen oder sonstige Systeme.

00:25:07: Die können wir nicht rausscheißen!

00:25:10: weil zum Beispiel es auch gar keinen Ersatz gibt.

00:25:13: Das ist das erste.

00:25:17: Das zweite ist, wir brauchen Übergangsregelungen für die Technologie orientiert sind und wir gucken uns an mit welche Technologie können wir wann aussteigen?

00:25:25: Wie viele Jahre bauen wir Batterien?

00:25:27: Wieso brauchen wir bei großen Anwendungen

00:25:30: usw.?

00:25:30: Und dann gibt es Essential Uses d.h.

00:25:33: also Anwendungstechnologien.

00:25:35: da werden wir vielleicht noch für einen ganzen Investitionszyklus sagen müssen, die bleiben erhalten.

00:25:43: Das betrifft z.B.

00:25:43: Medizintechnologien, da gibt es Membrantechnologie, die nur mit PFAS momentan funktionieren oder zum Beispiel Elektrolyseure, dass wir sagen eine Investitionscyklus erlauben wir auch mit PFASS haltigen Membran- oder Beschichtungen um diese Innovation voranzubringen aber mit dem Hinweis Es steht das Verbot,

00:26:07: d.h.,

00:26:08: ihr müsst euch überlegen wie er aussteigt und das ist das Entscheidende.

00:26:12: Wir müssen sagen wir wollen aussteigen.

00:26:14: Das Verbot gilt Und unter der Maßgabe werden jetzt Regeln erlassen.

00:26:21: Damit wird das klare Signal gesetzt Entwicklung Technologien Entwickler und Stoffe die nicht mehr PFAS orientiert sind kann PFAS mehr enthalten.

00:26:32: Dann können wir damit im Prinzip arbeiten Und wir diskutieren das eben auch mit der Europäischen Kommission, auf der Trinkwasserseite also mit der Umweltdirektion.

00:26:44: Weil zur Zeit die Diskussion ist die Frage es sollen wir die Grenzwerte für Trinkwasserweite anpassen und zur Diskussion stehen eine sehr niedrige Grenzwereit?

00:26:52: Senken zu Deutschland.

00:26:54: Senken, ja Anpassen senken nach unten senken.

00:26:57: Also nicht nach oben sondern nach unten weit nach unten.

00:27:00: Ja auch ist halt bei uns nie der Fall dass mal gehoben wird irgendwie.

00:27:03: Nein bis jetzt nicht.

00:27:05: Wir sind es ausgesetzt.

00:27:10: Es kommt darauf an, dass wir letztendlich sagen diese niedrigen Werte bringen nichts weil sie die Nahrungsmittel aufnehmen und viel mehr bedeuten eine toxische Aufnahme.

00:27:25: aber Sie würden wenn wir dann aufbereiten müssten zu sehr hohen Kosten führen.

00:27:31: Wenn wir den Fall Raststadt nehmen Da haben wir ja die Größe des Chiemsees kontaminiert durch Klärschlämme, nicht Klärschlämme sondern durch Papierschlämmer.

00:27:43: Die aufgetragen worden sind unberechtigterweise mit PFAS.

00:27:47: damit eine Belastung von Grund und Boden Die ist irreparabel.

00:27:51: Wir haben eine Grundwasserbelastung und dort müssen wir auch aufbereiten, das heißt... Das ist ein Wasserversorger

00:27:55: der Deutschland weit bekannt geworden ist mit dem ganzen Thema weil er gesagt hat ich komme nicht mehr klar.

00:28:00: Ja, weil wir haben ja nur begrenzte Anzahl von Brunnen und diese Brunn sind dort belastet.

00:28:05: also Grundwasserförderungen muss dann aufbereitet werden.

00:28:09: Ich habe keine Alternative.

00:28:11: Ich kann die nicht stilllegen.

00:28:15: Technologien eingestellt, Aktivkohle.

00:28:17: Aber ich werde dann auch nur bis zu einem gewissen Grad eine Reinigung umsetzen und wird nie alles rausholen weil es hängt an einer Molekülstruktur der unterschiedlichen Stoffe aber sie kosten.

00:28:29: diese Aufbereitung kostet.

00:28:32: dort haben sich die Trinkwasserpreise verdoppelt.

00:28:34: ja und das sind wir noch nicht am Ende was die Preisentwicklung angeht und das zeigt eben dass wir das mit Augenmaß sehen müssen.

00:28:43: dort wo wir Probleme haben, müssen wir tatsächlich auch aufbereiten.

00:28:48: Also das wird kommen in Deutschland letztendlich und deswegen ist es auch richtig und wichtig, dass wir uns über die Technologie wie hier bei der IFA jetzt kommen wieder zurück zu

00:28:57: IFA

00:28:57: damit befassen.

00:28:58: Wir brauchen dann für Altlasten Aufbereitung.

00:29:04: oder jetzt nehmen wir mal die Flughäfen, Löschräume oder alte Militärstandorte Standorte, die alte Industrieanlagen, die schon jetzt lang nicht mehr existieren aber die Einleitungen hatten.

00:29:20: Da brauchen wir auch teilweise Aufbereitung weil wir auf die Brunnen nichts verzichten könnten und deswegen ist das Thema Aufbereitung schon wichtig Aber nicht im Sinne von Wir machen jetzt nur noch am Ende des Produktes die Aufbereitung, sondern wir wollen vorne versuchen dass weniger produziert wird damit auch weniger schädliches PFAS eingetragen wird in die gesamte Umwelt den Abboten im Grundwasser und so weiter.

00:29:53: Also wir wollen vorsorgend arbeiten und es ist viel billiger vorsorgender weniger einzutragen als sonst später mit viel Technologie, das rauszuholen.

00:30:04: Denn es ist ja auch noch Sondermüll.

00:30:06: entweder muss das ultrahoch erhitzt verbrannt werden oder es muss deponiert werden und soviel Deponieren haben wir letztendlich gar nicht.

00:30:14: Das mit dem Deponierende sind wir hier richtig bei der E-Fahrt.

00:30:18: Das ist kein Dauerthema für alles.

00:30:22: Deswegen führt an der Vermeidung nicht keinen Weg dran vorbei und das ist die politische Diskussion im Puzzle.

00:30:29: Wir haben eine grundsätzliche Diskussion für den Hinblick auf den Ausstieg.

00:30:34: Und wir haben eine Diskussion, was das Thema, wie sieht es aus beim Grundwasser und was machen wir damit?

00:30:41: Wie sind ja die Anforderungen durch Brüssel gelegt?

00:30:44: Zeigt eben, dass Brüssel immer wichtig ist auch bis in die Detailregelung hinein, was die deutsche Wasserwirtschaft angeht.

00:30:54: Vor allem bei den großen Themen.

00:30:56: Jetzt könnte man sogar da kann man auch Abendfüllen drüber sprechen Kann Europa das für alle, die nach Deutschland rein oder nach Europa rein importieren überhaupt regeln?

00:31:06: Hat man dann wieder ausländische Hersteller, die sich nicht dran halten.

00:31:11: Hat man denn wieder die Wettbewerbsverhältnisse schrieb gelaufen und so.

00:31:14: Das ist ja eigentlich ein globales Thema.

00:31:16: in meinem Andruck aber mindestens mal auf europäischer Ebene kann man ja versuchen solche Sachen zu regeln.

00:31:23: Und ich bin ziemlich sicher dass wir in zwei Jahren wenn wir oft der E-Fahrt sind über das Thema PFAS glaube ich immer noch technologisch sprechen.

00:31:32: Du hast gerade Militärflughafen genannt, vielleicht ein anderes Stichwort nochmal dritter großer Block der uns im Moment so befasst.

00:31:42: Ich hätte persönlich gedacht wenn ich zur E-Fahrt komme sehe ich mehr Dinge die ich in der letzten Zeit häufiger sehe und zwar Drohnen Militärtechnik, Abwehrtechnik.

00:31:55: Nun ist das aber die Umweltleid-Messe und ist halt auch konsequent durchgezogen.

00:32:01: Aber es ist schon ein Gefühl so in den letzten zwölf bis sechzehn Monaten.

00:32:05: man sieht plötzlich Generäle, die man früher nicht gesehen hat Man sieht auch von Kongressen von uns Drohnen.

00:32:13: Dieses ganze Thema physische Sicherheit Ist schon krass im Moment.

00:32:19: Ja also wir haben ja mehrere Entwicklungssituationen und auch als BDW bereiten wir uns natürlich darauf vor, was kann passieren.

00:32:30: Das rührt zum einen aus der aktuellen Bedrohungslage von Russland her die ja dazu führt dass es sowas gibt wie ein Operationsplan.

00:32:39: Deutschland, der Bundeswehr und das Bundesverteidigungsministerium ist die Frage was passiert um eine abschreckende Wirkung vorzunehmen gegen eine Bedrohrung aus Osten, also von Russland und das heißt eben dass was eine Million oder mehr Soldaten mit Militärverzeugen und Ausrüstung von West nach Ost geschleust werden.

00:33:02: Und wir als Drehscheibe sozusagen mittendrin sind aber gleichzeitig und das bedeutet dass möglicherweise Schienenwege Wasserwege Straßenwege priorisiert sind.

00:33:15: Das heißt da kommt man gar nicht durch mehr Wir können uns gar nicht mehr frei bewegen letztendlich.

00:33:20: Das

00:33:20: ist priorisiert für die

00:33:22: Militärtransporte?

00:33:23: Ja, weil es gar nicht so viele Brücken gibt in Deutschland wo man das noch machen kann.

00:33:27: also da gibt's Priorisierung.

00:33:29: und dann fallen wir wieder zurück auf regionale Fragen und auch fragen natürlich was passiert denn in dieser Entspannungslage dann eigentlich mit uns?

00:33:40: ja also man muss sagen man hat seinen Flughefen gesehen aber wir haben über Industrieanlagen Energiewirtschaftliche Anlagen, Überflüge von Drohnen.

00:33:50: Letztes Jahr vor allem mit Kieler Förde und solche

00:33:52: Sachen.

00:33:52: Kieller Förde haben einen Drohnschwarm gehabt der da auf ein Runter geflogen ist und es unabhängig davon das was wahrscheinlich keine Kampfdrohnen waren, waren es aber Drohne die hätten runterfallen können.

00:34:06: Das heißt sie könnten sozusagen durch das herunterfallen alleine schon erheblichen Schaden anrichten.

00:34:12: Okay, aber Spähtronen hätten es sein können?

00:34:14: Ist das mittlerweile klar dass das nichts... Das

00:34:17: waren auf jeden Fall Spätronen.

00:34:19: Also auch schon mal ein Thema.

00:34:20: Genau und das gilt ja nicht nur für uns jetzt als Energie- und Wasserwirtschafts gilt auch für die Industrie.

00:34:26: also nehmen wir eine BASF oder einen Bayer oder was auch immer.

00:34:29: Die große Industrieanlagen haben Dow Chemical an der Nordsee, große Kraftwerke

00:34:34: usw.,

00:34:35: alles das was ein Infrastruktur da ist Gegenstand der Ausspähung.

00:34:39: und das zeigt eben Dieses Dronenthema wirkt eben nach Deutschland herein.

00:34:44: und eine wie auch immer geartete Krisensituation, die militärisch bedingt ist.

00:34:51: Die wird eben dazu führen dass wir ja nicht nur einen Krieg an der einer Front führen das sagt die Ukraine ja ganz deutlich sondern wir müssen damit rechnen dass es Anschläge gibt.

00:35:01: Wir müssen damit Rechnen dass Drohnen Bedrohungen stattfinden Das heißt also drohen Schwärme Anlagen bedrohen und auf Deutschland zukommen, wie das auch in der Ukraine der Fall ist.

00:35:15: Die können tausend und mehr Kilometer weit fliegen.

00:35:19: Also es heißt die Technologie ist da so weit fortgeschritten.

00:35:26: Es gibt auch Trägerdrohnen, die dann sozusagen die Reichweite nochmal höhen.

00:35:29: Die andere Drohne tragen, die weiterfliegen.

00:35:31: also es gibt eine Technologie im Rahmen der Drohnen, die sich alle wenige Monate erneuert und austauscht.

00:35:40: Das ist eine Herausforderung in die Verteidigungssituationen von den Ukrainerinnen und Ukrainern, die sind der Lage sind technologisch das auch zu verarbeiten und da Parole zu bieten.

00:35:56: Ich glaube, dass hätte keiner von uns gedacht, dass es so möglich ist.

00:35:59: Was heißt jetzt den Amerikanern mittlerweile gegen iranische Drohne?

00:36:03: Ganz genau!

00:36:04: Gegen die Schaddrohnen.

00:36:05: Und was ich damit sagen will, ist eigentlich... Es gibt keine Front in dem Sinne mehr, dass wir sagen können an dieser Linie findet er Krieg statt sondern der Krieg wird dann auch nach Deutschland hineingetragen und das trifft auch die kritische Infrastruktur Also und die wollen wir schützen, beziehungsweise wir wollen darauf vorbereiten.

00:36:23: Da gibt es eben verschiedene Maßnahmen.

00:36:25: das eine ist das Thema dass wir Dinge wieder erneuern können sofern sie kaputt sind oder wieder hinstellen können.

00:36:35: Das andere Thema ist dass wir erst gar nicht zulassen dass es zu Angriffen kommt oder zu Anschlägen kommt.

00:36:41: da ist ein ganz wesentliches Thema die Transparenz.

00:36:47: Das heißt, dass jetzt Daten im Netz oder wo auch immer zur Verfügung stehen, die Infrastruktur quasi wie auf einem Silber-Tablet präsentieren und das muss geändert werden und es wird auch montatend.

00:37:00: Aber da seid ihr hier

00:37:01: im Gespräch?

00:37:02: Wir

00:37:02: haben über siebzig Vorschläge vorgelegt an das Bundesinnenministerium zu Änderung dieser Transparens Und natürlich muss auch das Thema Datenschutz geändert werden.

00:37:17: Der Anschlag bei der Stromnetz Berlin war deswegen auch irgendwo schwierig, weil der Weg entlang des Wassers dort des Kanals durfte ja nicht überwacht werden.

00:37:29: Weil ich dann die Persönlichkeitsrechte Dritter beeinträchtigen könnte Weil es öffentlicher Raum war?

00:37:40: Das hat man jetzt geändert in Berlin zum Beispiel.

00:37:44: Es ist jetzt möglich, dass auch öffentlicher Baum überwacht wird und damit habe ich natürlich ganz andere Möglichkeiten auf dem Vorfeld dann zu sehen ob hier eine Gefährdungsbedrohung vielleicht kommt oder nicht kommt.

00:37:59: Die

00:38:00: Kameras sind ja super mittlerweile.

00:38:02: Ganz genau, das sind alles Themenbereiche und natürlich müssen wir uns mit der Frage befassen Finanzierung also wenn wir investieren in mehr Kameras, in mehr Zäune, in höhere Zäume, in Sensortechnik, Bewegungstechnik dann brauchen wir auch das sozusagen gesellschaftliche Agreement, dass diese Kosten auch sich in Wasserpreisen und Gebühren widerschlagen können.

00:38:32: Und wir brauchen auch das Agreement, da es einen Fonds gibt der dann großflächige Lagerhaltung zum Beispiel mit finanziert.

00:38:41: also was meine ich damit?

00:38:42: Zum Beispiel Transformatoren oder technologische Aufbereitungsanlagen, auf die wir zurückgreifen können.

00:38:52: Falls ein Schaden eintritt und dann letztendlich Materialien technische Anlagen ersetzt werden müssen.

00:38:59: Wo sich auch medienübergreifende Versorger gegenseitig aushelfen können, das war die Idee in Berlin zu sagen es muss ja auch nicht jeder immer alles haben aber es muss halt irgendwer in der Umgebung muss Trafos oder muss Sicherheitspersonal haben

00:39:14: Genau,

00:39:15: Dinge die helfen.

00:39:15: Und da kann ich sagen hier also vielleicht was ganz Aktuelles.

00:39:18: wir als BDW haben wir eben vorgeschlagen sozusagen kooperative Sicherheitsnetzwerke.

00:39:25: das heißt wir kommen von der Stromseite bauen es auf über Gas über Wärme aber auch mit Beteiligung freiwilliger Basis von Wasser und Abwasser.

00:39:35: das heißt eben vor Ort organisieren sich die Unternehmen selbstständig in der physie geeigneten Form und Art und Weise auf freiwilliger Basis, um eine Art Netzwerk zu bilden sich auszutauschen.

00:39:50: Und vielleicht auch für sich selber festzulegen wie sie es machen.

00:39:55: gegebenfalls Materialien austauschen weil Stromnetz Berlin hat er gezeigt Es waren ja nicht nur die Stromnetze Betreiber die ausgeholfen haben.

00:40:03: wird die Berliner Wasserbetriebe mit Bauwagen ausgeholfen, ja mit Netzersatzanlagen ausgeholfen.

00:40:10: Und alle, die vor Ort waren als Unternehmen haben ausgeholft und das ist natürlich wichtig dass man hier weiß ich krieg auch Hilfe vor Ort weil ich weiß in der Krisensituation nicht werde ich zurückgeworfen auf eine kleine Region, auf eine mittlere Region und von woher kann ich noch Lieferungen erwarten?

00:40:29: Das ist eben dann nicht vorhersehbar.

00:40:36: Wo glaubst du, ist der... Also vielleicht ja, kann man das abschließend dazu sagen.

00:40:41: Wo die Grenze ist zwischen dem was ein Wasserversorger ohnehin schon für sich macht und dem wo ein Wasser versorger überfordert ist aber auch rechtlich nach unserem Grundgesetz nicht mehr in der Pflicht ist Dinge zu tun.

00:40:57: Ein Objektschutz haben wir immer gemacht und er wird sich sicherlich verändern.

00:41:01: so wie ich dich jetzt auch verstehe Hat manchmal so ein bisschen Störgefühl, wenn ich einen General Leutnant höre.

00:41:07: Der dann immer drei Dinge sagt.

00:41:09: Er sagte immer Russland ist eine echte Bedrohung.

00:41:12: befasst euch damit und ich kann euch nicht schützen.

00:41:15: Ich bin weg.

00:41:16: Ja

00:41:16: Und das stimmt ja nicht mehr so ganz.

00:41:20: Das Verhältnis Das ist richtig und falsch.

00:41:22: Also beides ist richtig.

00:41:26: Die Bundeswehr wird uns schützen über eine dreistufige System, also sie haben was Neues und das sind ja alles Entwicklungen die ersten in den letzten Jahr passiert sind.

00:41:36: Das heißt die einsetzbar sind glaube ich zurzeit Errot-Raketensysteme, die wir von Israelis haben Also sowas wie der Iron Dome.

00:41:45: Wir haben dann die Patriot Raketen und untergelagert auch Abwehrsysteme für Drohnen.

00:41:51: Aber dann wird es trotzdem immer noch schwierig sein alle drohnen Systeme abzufangen, die kritische Infrastruktur betreffen.

00:42:00: Deswegen treten wir dafür ein, dass man sich bei großflächigen Systemen damit befasst auch eine eigene Abwehrsystemmöglichkeit zu haben.

00:42:09: Die kann natürlich nicht finanziert werden über Entgelte.

00:42:12: So einen Darmsterstaat sich beteiligen... Das ist das

00:42:15: was du mit Form meinst?

00:42:18: Wir reden von einem sehr großen Resilienzfonds Und dieser Resilienzfonds für die kritischen Infrastrukturen soll eben zum Beispiel sowas finanzieren.

00:42:29: Er kann eben auch dann Teile der Lagerhaltung mitfinanzieren, um die Resilience vor Ort bei der Wiederherstellung schneller und besser zuzugestalten.

00:42:42: Ja das ist echt eine interessante und vielleicht auch für viele bedrohliche Entwicklung, aber es ist ja auch nicht das erste Mal, dass weder es in der Branche erhören dazu.

00:42:52: die Welt hat sich da zu verändert.

00:42:55: Sicherlich ein Thema was wir so bei den letzten E-Fahrt um jetzt mal bei dem Zeitheuerzone zu bleiben nicht hatten, aber Es kommt eben dazu zur Alldem, dass wir eine Aufbereitungstechnologien und Dingen hatten Und ist sicherlich etwas mit dem wir alle umgehen werden.

00:43:13: Und wir haben ja ein großes Sicherheitspolitisches Papier gemacht, also an dem Medienübergreifen auch die Abwasserthemen adressiert sind.

00:43:23: und da ist zum Beispiel die Rechtsfrage was passiert denn eigentlich mit dem Wassersicherstellungsgesetz?

00:43:28: Also wir haben einen Energiesicherungsgesetz.

00:43:30: Das ist gut geeignet, Sonderregelungen zu erfassen.

00:43:33: Wir haben ein Wassersicherstellungsgesetz stammt aus dem Jahre nineteen Sechzig.

00:43:37: Das

00:43:37: war mal eigentlich für den Verteidigungsfall gedacht?

00:43:39: Genau das gehört zu diesen Notfallgesetzen und das ist aber im Prinzip so nicht mehr up to date.

00:43:49: Das kann man so nicht nur unangestrengt einsetzen und nutzen weil es von einem Hintergrund einer ganz anderen Zeit gemacht worden ist.

00:43:57: Das ist auch selbstverständlich der Zehnte ins Land gegangen.

00:44:01: Und jetzt muss man sich die Frage stellen, wie kann man mit rechtlichen Regelungen adäquat agieren und flexibler agieren?

00:44:09: Ohne Verteidigungsfall nach dem Grundgesetz

00:44:11: aus... Genau!

00:44:13: Also wie kann ich flexibel agieren oder schneller agieren, was sind da die entsprechenden Maßnahmen?

00:44:20: Es gibt ja auch ein Gespräch mit dem Bundesumweltministerium aber das sind alle Ministerien gefordert ihren Beitrag zu leisten und das auch zu koordinieren, was die Bundesregierung hier an Maßnahmen vorschlägt.

00:44:33: Das ist nicht einfach klar.

00:44:35: also da müssen wir glaube ich noch... Da gibt es doch viel zu tun aber wir müssen einfach anfangen.

00:44:42: Wir können jetzt auch nicht warten bis wir sozusagen dann plötzlich in der Situation sind uns Sorgen zu machen Entsprechendes passiert, also wir müssen uns vorbereiten.

00:44:57: Das steht fest, dass wir ja nicht alles auf einmal machen können ist auch

00:45:00: klar.

00:45:00: Absolut!

00:45:01: Wir haben ein gut abschließender Appell an die Branche da draußen.

00:45:05: Ich glaube für die Brange kann ich jetzt oder sage ich jetzt mal stellvertretend Danke für deine Unterstützung Dass du an diesen Themen dran bleibst und uns Gehör verschaffst.

00:45:15: Und wir werden das sicherlich Aufmerksam verfolgen.

00:45:18: und wer tiefer was wissen will dazu der kann sich Jeder zahlt beim BDEW melden, sag ich jetzt einfach mal.

00:45:25: Absolut!

00:45:26: Lieber Martin, danke dir für das Gespräch.

00:45:28: Gerne.

00:45:29: Das war

00:45:30: Glasklar der Politik-Podcaste Gelsenwasser AG rund um Wasser

00:45:34: Energie

00:45:35: Klima und Digitalisierung.

00:45:37: Wir

00:45:37: hoffen es hat Ihnen gefallen.

00:45:39: Danke fürs Zuhören

00:45:40: Und bis zur

00:45:41: nächsten Folge von.