00:00:00: Klar ist klar, der Podcast.
00:00:02: Wir machen den mittlerweile schon seit zwanzig-einundzwanzig.
00:00:06: Ich glaube Mitte zwanziger war der Auftakt.
00:00:10: Ukraine war so der Treiber Krise als Innovationsmotor.
00:00:14: das war tatsächlich so.
00:00:15: wir haben gesagt wir müssen mal was anderes machen.
00:00:18: wir probieren es jetzt einfach Mal.
00:00:21: aber wenn man sich guckt was für die ersten Themen gewesen sind dann waren das andere als.
00:00:25: Jetzt sieht man dann auch, wenn man auf Spotify mal guckt.
00:00:30: Wir haben das damals auch so beschrieben.
00:00:33: Digitalisierung, Klimaschutz, erneuerbare Energien – ja!
00:00:38: Aber das waren die wesentlichen Themen und das war bewusst so, dass uns das massiv betroffen hat.
00:00:45: Das waren die Themen mit denen wir uns beschäftigt haben.
00:00:48: Und es war auch das was euch betroffen hatte.
00:00:51: Friends & Family alle hier sitzen die sich mit Infrastruktur befassen.
00:01:00: Die Welt ist eine andere geworden, glauben wir.
00:01:02: deswegen haben wir das Thema auch so gewählt.
00:01:06: Das Thema ist jetzt noch nicht gefallen.
00:01:08: es relativ lang Stabilität unter Druck, Infrastruktur zwischen Krisenmodus und Zukunftsauftrag alles reingepackt was irgendwie geht?
00:01:17: Was meinen wir damit?
00:01:20: uns alle glaube ich so bunt wie wir sind eine Geschichte und das ist der Betrieb von Infrastruktur.
00:01:28: Und Infrastruktur meine ich nicht Natur mit, ich war letzte Woche Umweltministerium relativ irritiert, dass das Umweltministeriums nun die Natur auch als Infrastruktur definiert ist für mich ein bisschen wie man sagt schwarz-weiß nur ein bisschen dunkler.
00:01:45: Das ist im klassischen Sinne nicht das was wir meinen.
00:01:48: Wir meinen Systeme wichtig sind, um eine Gesellschaft am Laufen zu halten.
00:01:54: Deswegen ist es wichtig dass wir funktionieren.
00:01:57: Wir machen keine Tonschuhe oder wie Henning immer sagt Maßriegel mögen wir alle aber ist nicht so wichtig wenn die Produktion ausfällt.
00:02:06: bei uns in der Abwasserentsorgung, in der Wasserversorgung In der Energieversorgungen Wärme auch Kreislaufwirtschaft Ist das ein echtes Problem für viele Millionen Menschen Wenn wir ausfallen.
00:02:19: Und deswegen ist es für uns ein besonderes Thema, dass wir im Moment verschiedene Bedrohungslagen haben.
00:02:25: Dass wir stabil sein müssen und dass wir trotzdem unseren Zukunftsauftrag irgendwie erfüllen Denn wir sind politisch.
00:02:34: einige von uns haben Politiker als Eigentümer.
00:02:38: Wir sind Politik nahe.
00:02:39: das heißt zu Recht wird an uns die Themen Klimaschutz und Soziales herangebracht.
00:02:47: Was tun wir also?
00:02:49: Wofür brauche ich andere?
00:02:50: Was kann ich selber tun und was kann ich mir vielleicht abgucken von anderen, von einem Spaten vielleicht auch.
00:02:57: Das ist das Ziel, das wir heute den ganzen Tag über erfüllen und wir wollen hier starten und ein solches Thema geht nur mit mehreren Talk-Gästen eben nicht nur mit einem Interviewpartner.
00:03:08: deswegen haben wir alle unsere Partner hiermit eingeladen.
00:03:12: Ich bin total froh dass sie da sind.
00:03:14: größere Profis in den Themen kann man sich gar nicht vorstellen.
00:03:18: Ich rufe euch jetzt nach und nach auf.
00:03:20: Und ich bitte euch, kommt einfach hoch.
00:03:22: Sucht euch ein Stuhl oder stellt euch irgendwo hin?
00:03:26: Wie gesagt, fällt nicht runter!
00:03:29: Wir starten mit Dr.
00:03:30: Agnes Janda.
00:03:30: Muss sich glaube ich keinem hier vorstellen.
00:03:32: Meine liebe ehemalige Kollegin mittlerweile Vorständin seit Oktober glaub' ich.
00:03:39: Komm bitte hoch!
00:03:40: Kreislaufwirtschaft Abwasser Personal... Hi!
00:03:49: Kreister Wirtschaft Abwasser Digitale Infrastruktur, aber auch noch viel mehr bei uns im Haus.
00:03:56: Der zweite ist Sven Becker.
00:03:59: Freu mich dass du da bist!
00:04:01: Du bist Sprecher der Geschäftsführung der Trianell glaube ich auch jedem bekannt hier.
00:04:08: Echte Größe in der Energiewirtschaft weil du auch politisch sehr aktiv bist und hier heute auch ein Stück weit als Vorsitzender der Landesgruppe des BDEW.
00:04:24: Der nächste ist Thomas Abel ehemaliger Kollege, Geschäftsführer Abteilung Wasserwirtschaft des Verbandes Kommunale Unternehmen.
00:04:32: Dankeschön!
00:04:40: Der nächste ist Dr.
00:04:41: Wolf Merkel.
00:04:42: Vorstand Wasser ist DVGW.
00:04:45: Lieber Wolf, komm hoch.
00:04:48: Guten Morgen!
00:04:48: Guten Morgen.
00:04:54: Last but never least jemanden mit dem ich schon etwas länger jetzt mittlerweile zusammen arbeite, Janina Mütze.
00:05:10: Janina ist unsere Berliner Prominenz, finde ich mittlerweile.
00:05:14: Also wer ihr auf LinkedIn folgt der weiß was sie tut trifft ganz viele berühmte bekannte Menschen es ständig unterwegs gefühlt jeden Tag jeden zweiten tag.
00:05:27: so bist gründerin und Geschäftsführerinnen auch einer von zwei geschäftsführern von der CIVAE GmbH ein Meinungs und Marktforschungsinstitut, was einer der Umwelter dieser ganzen Branche ist kann man glaube ich so sagen weil es digital aufgestellt ist.
00:05:44: Janina hat die unangenehme Eigenschaft dass sie den Spiegel vorhält weil sie die Bevölkerung befragt wie Sie einen denn so finden?
00:05:52: Und ob sie das teilen was man als Selbstbild hat ist nicht immer ganz angenehm.
00:05:57: Janine hat für uns freundlicherweise Input vorbereitet, Befragungen der Bevölkerung.
00:06:04: Stellt es doch bitte einfach mal vor!
00:06:06: Ja vielen Dank, danke für die Anmoderation.
00:06:09: Wir haben uns gerade überlegt dass ich versuche ein bisschen rum zu laufen aber wir gucken mal wie das wirkt wenn die Zahlen auf der Leinwand sind weil wir haben eine kleine Präsentation mitgebracht.
00:06:20: und keine Sorge Es sind Zahlen, es sind Daten und Fakten.
00:06:25: Wir grenzen es aber zeitlich ein.
00:06:26: also man kommt gut durch und sie sind hoffentlich auch interessant.
00:06:31: wir haben uns mit der Frage beschäftigt wie deutschland eigentlich aktuell auf die infrastruktur schaut Und haben dafür eben exklusiv für gelsenwasser und noch exklusive diesen tag heute Bevölkerungs repräsentativ Menschen befragt.
00:06:44: ich glaube das hat immer einen vorteil wenn man auch weiß wie die menschen da draußen denken und nicht nur die hier im Raum sind.
00:06:52: Also gehen wir da mal in den nächsten acht bis zehn Minuten durch, wie plicken die Deutschen auf die kritische Infrastruktur?
00:06:59: Ich klicke.
00:07:01: Jetzt muss ich mal überlegen wo ich hinklicke.
00:07:05: Da nicht!
00:07:08: Sehr gut, ich gucke mal ob ich da immer hinklicke.
00:07:12: Was wir sehr stark sehen in unseren Daten ist dass die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur in den Köpfen der Menschen angekommen ist ein Thema was lange Zeit glaube ich nicht so präsent war.
00:07:22: wenn man die menschen aber fragt wie hoch sie die verwundbarheit kritischer infrastrukturen in deutschland einschätzen dann sagen Ich glaube, wir sind verwundbar.
00:07:33: Es gibt hier ein Thema das wir haben.
00:07:35: es gibt nur fünf Prozent die das als geringe einschätzen und zwei Prozent sagen weiß nicht.
00:07:40: also ich glaube wir müssen gar nicht mehr darüber sprechen ob die Menschen Bescheid wissen.
00:07:44: sie wissen oder Sie schätzen es so ein dass wir was im Bereich Infrastruktur tun müssen.
00:07:50: Und wo Sie die Risiken sehen, auch das haben wir einmal abgefragt.
00:07:53: Welche potenziellen Bedrohungen für kritische Infrastruktur in Deutschland werden Ihrer Meinung nach derzeit am meisten unterschätzt?
00:07:59: Da gibt es sich ein sehr klares Bild.
00:08:02: Es sind vor allem die Cyber-Angriffe und die Sabotage, die als unterschätzte Risiken aus Sicht der Deutschen eingeschätzt werden.
00:08:08: Einmal sechzig Prozent sagen sie Sabotagen, hybride Angriffe, und einmal sechsundfünfzig Prozent die sagen Cyberangriffe Die Abhängigkeit von anderen Ländern, die diskutieren wir aktuell ja auch viel.
00:08:18: Die nennt dreiundvierzig Prozent, terroristische Anschläge auch vierzig Prozent Naturkatastrophen.
00:08:25: extrem Wetter ist in Deutschland eigentlich auch immer.
00:08:27: dann die Erklärung für Vieles, die wird weniger häufig genannt und was ich ganz interessant fand menschliches Versagen.
00:08:33: das nennt gerade einmal elf Prozent genauso wie den technischen Effekt also dass wo man hinblickt, was einem jetzt mittlerweile als potenzielle Risiken klar wird.
00:08:42: Das sind Cyber-Angriffe und Sabotage Angriffe die die Menschen sehen.
00:08:46: Und sie persönlich haben auch ein relativ klares Bild wovor Sie sich sorgen also wo sie Angst haben.
00:08:51: das ist wirklich zu einem Ausfall kommen.
00:08:53: da sagen achtundfünfzig Prozent es ist die Stromversorgung.
00:08:56: das macht mir am meisten Sorgen dass das ausfallen kann.
00:08:59: Einenvierzig Prozent nennen die Gesundheitsversorgungen.
00:09:04: dann sieht man eben die Wasserversorgung, die ja hier auch recht interessant ist.
00:09:09: Nennen immerhin auch vierzig Prozent.
00:09:11: Lebensmittel, Wärme, Bank und Zahlungssysteme sind präsent in den Köpfen aber das ist jeweils ein Fünftel oder ein Viertel der es nennt und alles andere läuft eben unter ferner Liefern.
00:09:20: also die größte Sorge gilt im Ausfall der Stromversorgungen.
00:09:24: Ich glaube, man kann zusammenfassend sagen dieses Thema Berlin ist überall.
00:09:28: Also ich komme ja aus Berlin und darf das sagen wir haben immer so ein bisschen Zweifel daran ob wir regierungsfähig sind ob das alles gut funktioniert ist wie wir aufgestellt sind Und was die Menschen im Januar erlebt haben dass eben so viele Haushalte mit einem Schlag abgeschaltet sind Wie sich das vielleicht auch vor Ort wirklich angefühlt hat Das heißt in den Köpfen der Menschen durchaus geblieben.
00:09:49: also Man sieht eben auch durch diese Einzelanschläge die gar nicht breite groß orchestriert sind wie schnell es eben zu einem solchen Ausfall kommen kann.
00:09:58: Und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Menschen – wenn man sie fragt – vor allem mehr Schutz erwarten.
00:10:03: Da gucken wir gleich mal von wem Sie das eigentlich erwarten?
00:10:07: Es ist vor allem der Staat.
00:10:08: Das ist sehr deutsch.
00:10:10: Wenn wir was wollen und was sich verändert, gucken wir nach oben und sagen da muss die Politik doch mehr machen.
00:10:16: Und das sehen wir hier recht deutlich.
00:10:17: Wenn man fragt wer aus ihrer Sicht die größte Verantwortung für den Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland trägt dann nennt reiundsiebzig Prozent den Bund bzw.
00:10:26: die Bundesregierung.
00:10:28: Interessant finde ich aber auch, fifty-six Prozent nennen die Betreiber kritischer Infrastruktur.
00:10:32: Also auch die werden genannt und gesehen.
00:10:35: Sicherheitsbehörden Bundeswehr, forty-fünf Prozent sind wirklich interessant, also geht einfach runter in die Länder, in die Kommunen, aber gerade einmal vierzehn Prozent sagen es ist die Bevölkerung selbst.
00:10:45: Dieses Thema Eigenverantwortung ist glaube ich etwas was wir aktuell in den Köpfen der Menschen so noch nicht haben.
00:10:52: Wir gucken also in Richtung Bund Betreiber, Länder, Kommunen.
00:10:56: Aber ich könnte ja auch was machen.
00:10:57: das ist in den Köpfen noch nicht so drin.
00:11:00: und beim Thema was wäre man selber bereit zu tun haben wir mal versucht ein bisschen genauer hinzuschauen weil es ist ja leicht immer zu sagen der Staat soll mehr machen und irgendwer soll sich kümmern.
00:11:09: Aber was wäre man persönlich bereit an Maßnahmen oder Konsequenzen zu tragen, um mehr schutzkritischer Infrastrukturen zu erreichen?
00:11:16: Da sagen einundfünfzig Prozent mehr Überwachung und mehr Sicherheitsmaßnahmen.
00:11:20: Also das wäre man bereit hinzunehmen, mehr Überwachungen auch Lockerung beim Datenschutz, nennt dreißig Prozent weniger Abstimmungsprozesse, weniger Transparenz in der Infrastruktur hat die Menschen vielleicht vorher auch nicht so interessiert wenn wir jetzt auch bereit da nicht weiter genauer hinzuschauen.
00:11:37: Weniger Bürgerbeteiligung wird immerhin auch genannt mit siebzehn Prozent und ganz interessant finde ich aber das Thema höhere Kosten.
00:11:45: Das schwingt ja dann eigentlich auch mit, wenn man mehr Leistung will, mehr Sicherheit.
00:11:50: Das würden nur sieben Prozent der Befragten befürworten.
00:11:53: also hier wieder mehr Sicherheit.
00:11:55: bitte macht was.
00:11:57: aber mehr bezahlen möchte ich eigentlich nach Möglichkeit nicht.
00:12:02: Damit kommen wir auch schon zum Ende.
00:12:03: Also ich glaube, was wir gesehen haben ist das die Gesellschaftsschutz erwartet.
00:12:06: sie sieht den Staat und größere institutionelle in der Verantwortung Sie wird damit so ein bisschen externalisiert also dass man selbst auch etwas tun kann.
00:12:16: das sehen wir so nicht Und wir sehen vor allem dieses klassische Finanzierungsparadoxon.
00:12:21: Also alles, was mir nicht wehtut.
00:12:22: soll bitte gemacht werden.
00:12:23: aber bevor ich jetzt persönlich noch Kostentrage oder sollten wir vielleicht nochmal drüber sprechen?
00:12:28: und ich glaube da liegt genau die Herausforderung wahrscheinlich auch die wer auf dem panel diskutieren werden.
00:12:32: wie schafft man es eigentlich trade-offs in die Bevölkerung stärkerein zu geben?
00:12:37: Und wer kann hier auch ein guter Vermittler sein?
00:12:39: Ich glaube wir sitzen ja sehr viel im Raum die dieses Vertrauen und die Möglichkeiten Menschen zu erreichen haben und ich würde sagen Die Zahlen können wir wahrscheinlich auch im Nachgang zuschicken, wen es interessiert.
00:12:50: Können Sie gerne auf mich zukommen und ansonsten würde ich jetzt zu euch aufs Panel kommen oder?
00:12:55: Super!
00:12:58: Danke schön.
00:13:05: Ja lieben Dank Herr Nehner.
00:13:07: finde ich, ich find's spannend.
00:13:09: spannende Zahlen interessante Wolf.
00:13:11: Wir fangen hier bei Gelsenwasser immer traditionell erstmal mit dem Wasser an.
00:13:16: Wie guckst du da drauf?
00:13:17: Ich hab haben wir zum Vorgespräch darüber unterhalten, mitgenommen in mehreren Gesprächen von Leuten die sagen Wasser ist eigentlich gar nicht so gefährdet.
00:13:25: Aus verschiedenen Gründen das kriegt man schon hin irgendwie.
00:13:30: Siehst du das auch so?
00:13:30: Stimmt es?
00:13:31: Ja ich würde einmal so anfangen zu sagen bei den Ergebnissen die wir jetzt bekommen haben da hat mich jetzt tatsächlich nichts wirklich überrascht.
00:13:43: Das liegt aber daran, dass die Erschütterung über das was dort eben verbreitet wird eben auch schon seit ein paar Jahren vorhanden ist.
00:13:54: Dass ganz offensichtlich der Wunsch darin besteht in weiten Teilen der Bevölkerung die Verantwortung entsprechend nach außen abzugeben an den großen Staat dem man ansonsten sehr kritisch betrachtet und auch nicht bereit ist, eben entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen.
00:14:13: und die Betreiber der Infrastruktur waren ja an zweiter Stelle direkt auch genannt.
00:14:20: Dass wir uns um das Thema Wasser keine Sorgen machen oder dass die befragten sich um das thema Wasser keine Sorge machen hat schlicht und einfach damit zu tun, dass unsere Systeme einfach sehr gut zunieren.
00:14:32: Ja, vierzehn Prozent!
00:14:33: Also keine Sorge machen kann man glaube ich nichts sagen?
00:14:39: Dass solche Ereignisse wie jetzt dieser Ausfall in Berlin tatsächlich so eine große Resonanz und Wirkung erzeugen, liegt unter anderem auch daran dass sie dann doch vergleichsweise selten sind.
00:14:52: Man kriegt in gewisser Weise in der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten In einem Land, in dem es diese Art von Störungen wirklich nur in Ausnahmefällen bisher gab das ist eben tatsächlich doch eintreten kann.
00:15:08: Das führt massiv zur Verunsicherung, das führt auch zu dieser entsprechenden Reaktion.
00:15:13: Dass wir uns um das Thema Wasser jetzt keine Sorgen machen müssen ist glaube ich tatsächlich auch nicht die richtige Wahrnehmung weil man eben aus Seiten von weiten Kreisen der Bevölkerung gar nicht sieht welcher Aufwand heute schon dafür getrieben wird dass diese Systeme eben so gut funktionieren wie sie es tatsächlich tun Sven Strom.
00:15:36: Also ich glaube, das überrascht keinen dass die Stromversorgung vorne liegt bei der Angst der Bevölkerung spätestens seit Berlin.
00:15:44: Janina du hast es angesprochen mit den Ereignissen bei minus zehn Grad vier bis fünf Tage glaube ich über fünfzigtausend Menschen komplett ohne Stromversorgen jetzt letzte Woche Reutlingen.
00:15:58: wir waren beim BDEW da war der Fall gerade ganz aktuell.
00:16:01: offensichtlich auch Sabotage ist glaube ich noch nicht ganz klar.
00:16:06: Das RKA ist noch in Ermittlungen, ob es eine linksextremistische Gruppe gewesen ist, ob sie selber gewesen ist wie in Berlin.
00:16:15: Offensichtlich sind Personen, haben Zaun geöffnet, sind rein und haben mehrere Brände gelegt bewusst um einen Übertragungsnetz oder eine übertragungssnetz Stelle lahm zu legen.
00:16:29: Was ist da los?
00:16:29: Wie guckst du da drauf?
00:16:34: Also das gesamte... Strom, aber auch das Gasversorgungssystem.
00:16:38: Dass er gerade mit Blick auf Wärmeversorgen eine große Bedeutung hat, ist glaube ich nicht hundertprozentig absicherbar.
00:16:45: Zumindest nicht in Deutschland.
00:16:49: Ich sage es insofern nicht in Deutschland.
00:16:52: Stellen wir uns mal China vor würde dort an solcher Eingriff möglich sein?
00:17:01: Dort gibt es ne Hundertprozentige Überwachung Und die Gesellschaft hat sich damit abgefunden und die gibt persönliche Freiheitsrechte auf, um damit eben das Gut Sicherheit zu erhalten.
00:17:16: Das ist glaube ich auch eine gesellschaftliche Fragestellung inwiefern wir bereit sind diese individuelle Freiheit aufzugeben, um damit eben ein ganz anderes wichtiges Gut zu erhalten was in der Vergangenheit wo wir alle in Frieden und Happiness gelebt haben nicht als Wichtige erachtet haben.
00:17:38: Das ist halt eben diese gefühlte Sicherheit.
00:17:40: und wenn man das in Berlin gesehen hat oder jetzt auch an Roitling Man wird ein solches System nicht hundertprozentig absichern können.
00:17:50: Das Thema Resilienz von Versorgungssystemen, das kann man eigentlich aufteilen in zwei Fälle.
00:17:56: Einerseits Vorsorge auch mit entsprechender Vorbereitung und System die dahinter legen und andererseits auch die Wiederherstellungsfähigkeit dass halt eben die Branche in der Lage ist sehr schnell zu reagieren und eben einen Angriff dann auch zu kompensieren.
00:18:18: ich glaube da hat Berlin gezeigt dass da noch nicht alle Prozesse perfekt gegriffen haben und ich glaube, dass wir uns da halt eben resilienter machen müssen als Branche.
00:18:34: Ich glaube, wir haben als Brange gezeigt sowohl in der Ahrtalkatastrophe als auch während Corona das auf die Versorger absolut Verlass ist nur auf sie zu zählen.
00:18:47: Ist also der Chorgeist, mit dem in der Arterkatastrophe man zusammen gearbeitet hat um sehr schnell die Systeme zu ertüchtigen auch bei Corona wie halt eben die Versorgung im Hintergrund den Laden am Laufen gehalten haben und alles gute Beispiele.
00:19:05: Ich glaube das gilt es auf das Thema Resilienz für den Adversenfall von den Frau Mütze angegebenen Fällen wie terroristische Angriffe und dollose Handlungen zu übertragen gilt.
00:19:22: Und ich glaube, da haben wir eine Menge zu tun sowohl als Branche aber auch als Politikrahmen erst mal zu setzen um kritische Infrastrukturungen zu schützen.
00:19:35: Wir müssen Gerade Netzbetreiber, die müssen werden relativ schnell auch dann eine klare Regelung haben wie denn mit den zusätzlichen Kosten.
00:19:46: Da sind wir wieder bei der Bereitschaft zur Bezahlung umzugehen ist weil natürlich Sicherheit auch seinen Preis hat.
00:19:54: ja ich kann natürlich an jedes Umspannwerk ein Hinstellen der halt das bewacht dass muss bezahlt werden Und wir in der Branche und damit ich auch durch, müssen auch gucken wie man miteinander kooperieren kann.
00:20:09: Wie man gemeinschaftlich Assets vorhält wie zum Beispiel Umspannwerke oder sowas um sehr schnell wieder zu ertüchtigen.
00:20:18: Ich war nur deswegen nervös weil ich zu zwei Punkten mir was eingefallen ist.
00:20:24: Ich glaube und ansonsten berichtigt mich Fall Berlin sind auch zwei Dinge schon rausgekommen, die glaube ich gesetzlich jetzt geändert werden.
00:20:32: Das eine ist das Thema Überwachung im öffentlichen Raum.
00:20:35: Da war das Problem, dass in dieser Brücke wo die Kabel lagen gar keine Kameras aufgestellt werden durften,
00:20:41: d.h.,
00:20:41: man konnte da einfach umhandieren anders als im privaten Grundstück.
00:20:45: und das Thema Transparenzpflichten.
00:20:48: Man kriegt im Netz von uns im Grunde auf öffentlichen Plattformen, die Informationen wo die Infrastruktur liegt und wo sie angreifbar ist für Anwohner, Umweltverbände und Ähnliches.
00:20:59: Ist das richtig?
00:21:00: Kann es in Zukunft noch so sein?
00:21:02: Thomas!
00:21:04: Ich glaube du hast dir richtige Frage angesprochen und du hast doch schon die Antwort gegeben.
00:21:08: kann das an der Schweine.
00:21:11: Nein deswegen, das soll ja keine ganz kurze Antwort sein.
00:21:14: Es sind ja Trade-offs wie Sven hier richtigerweise sagt.
00:21:16: Also das ist genau dieses Thema, wie viele individuelle Freiheit habe ich?
00:21:20: Wie viel Anspruch habe ich darauf Informationen zu bekommen.
00:21:25: Das ist ja das Bild des mündigen Bürgers der Information sammelt und dann sein Leben gestaltet an der Stelle.
00:21:31: Und wo sage ich dass es aber auch sensibel ist vielleicht nicht für jeden zugänglich sondern das ist etwas wo diejenigen die damit befasst sind die sich mit Sicherheitsfragen befassen die Informationen haben und da behalten wir sie auch an der stelle.
00:21:44: also Ich finde ganz spannend, in dem Zusammenhang wenn man sich mit der Bundeswehr unterhält.
00:21:49: Dann sagt man ja Dialog Ja aber wenn es um die ganz harten Fakten geht was soll denn eigentlich passieren?
00:21:55: dann sagt man das klären wir mal eher individuell.
00:21:58: vielleicht ist das ein Ansatz wo man sagt Das ist richtiger wie man mit sensiblen Daten mit sensiblend Informationen umgeht.
00:22:05: Überwachung im öffentlichen Raum das ist glaube ich ein ganz eigenes Thema.
00:22:10: Es wird ja eher diskutiert auf öffentlichem Plätzen und Sicherheit vor persönlichen Ankräften und dergleichen.
00:22:18: Ich glaube, aber es ist... Aber an dieser Stelle wäre es nicht schlecht gewesen?
00:22:21: An der Stelle wäre's nicht schlecht geworden.
00:22:24: Jedenfalls für die Aufklärung, für die Verhinderungen muss man wissen ob das wirklich zeigt für die aufklärung.
00:22:29: Das ist ein Thema wenn man das hat.
00:22:32: ja ich glaube da gilt dass was ich eben gesagt habe man muss es abwägen.
00:22:37: es ist vielleicht nicht die chinesische komplett Überwachung mit Sozialpunkten, die man bekommt.
00:22:43: Je nachdem wie man sich an der roten Ampel verhält.
00:22:45: aber es ist etwas wo wir uns ins sensiblen Umfeld bewegen.
00:22:50: da muss man neu drüber nachdenken.
00:22:53: Agnes jetzt haben wir ja nicht das Privileg so lange warten zu können bis die Politik abgewogen hat.
00:23:00: Das für und wieder.
00:23:01: Wir sind ja voll drin in diesem Thema.
00:23:03: was wir jetzt machen Sicherheitskonzept haben wir später noch auf der Tagesordnung glaube ich im Forum Wasser Auch ein Cyber-Thema, Spezialthema.
00:23:14: Wie guckst du da aus dem Unternehmen raus drauf auf dieses Thema?
00:23:16: Sicherheit der eigene Infrastruktur?
00:23:20: Also für mich ist immer einen Punkt total relevant.
00:23:22: ich stelle fest es wird immer gerne irgendeine Sau durchs Dorf getrieben.
00:23:27: jetzt war's Berlin also alle gucken darauf um ein bisschen kritische Infrastruktur schützen.
00:23:31: und können wir die Daten jetzt noch ins Netz stellen?
00:23:34: Dann kommt das nächste Thema, dann haben alle einen Fokus darauf.
00:23:38: Aber es wird viel zu wenig und es gibt ja sehr viele relevante Akteure.
00:23:41: Am Ende sind wir alle Staat ehrlicherweise – wer ist schon Staat?
00:23:46: Es wird vielzu wenig systematisch auf die Themen geguckt Und ich stelle auch in der Umfrage fest dass die Leute die Zusammenhänge gar nicht kennen.
00:23:54: Klasse, dass dreienfünfzig Prozent der Befragten gesagt haben Die Betreiber kritischer Infrastruktur sollen sich mal kümmern aber nur zwanzig Prozent der Kommunen.
00:24:05: in ganz vielen Fällen ein und dieselben Menschen hat auch noch keiner verstanden.
00:24:09: Auch das Thema technischer Defekt viel zu weit unten, weil wir uns gar nicht die Frage stellen, ob es wirklich möglich sein könnte dass unsere schlechte Investitionsstrategie der letzten dreißig Jahre dazu führen könnte das Infrastruktur dann vielleicht mal doch nicht verlässlich ist.
00:24:28: Also das heißt es gibt ganz viele Themen und natürlich gibt es in dieser besonderen politisch gesellschaftlichen Lage aktuell Themen die uns besonders angreifen auch auch innerlich eben das Thema Sabotageakte, das Thema Cyber-Sicherheit.
00:24:44: Was sicherlich neu ist weil sich da ganz neue Möglichkeiten auch antun für diejenigen die daran wollen.
00:24:51: aber es gibt eben auch noch alle anderen Themen und man muss das vernünftig miteinander orchestrieren uns nicht überhaupt erstmal in die Lage versetzen handlungsfähig zu sein.
00:25:00: und damit fängt es mal an denn wir haben ja nicht fünf große Betreiber von irgendwas die das hier alles schon regel werden sondern wir sind ja ein extrem zersplittertes System und deswegen bin ich immer so an dem punkt dass ich Klar, für unser eigenes Unternehmen haben wir das auf dem Schirm.
00:25:15: Aber du kennst Micha und ich habe einen Blick in die Branche und wünsche mir eigentlich dass wir mal gemeinsam uns ehrlich machen und uns fragen wo stehen wir?
00:25:24: Wo sind unsere Defizite?
00:25:26: Und entschuldigen wir dir jetzt einfach damit weil... Na ja, die kommunale Handlungsfähigkeit gibt mir jetzt exakt die Möglichkeiten.
00:25:33: Da bin ich auch total bemüht aber mehr geht halt nicht.
00:25:36: oder stelle ich mich hin und sage okay was ist mein Anspruch?
00:25:39: Was will ich schützen?
00:25:40: wie gut will ich sein?
00:25:41: Was muss ich gesellschaftlich zur Verfügung stellen?
00:25:43: und dann stelle Ich mir mal die Frage Wie komme ich dahin ohne das Steuer als kommunaler aus der hand zu geben?
00:25:49: Das will ja gar keiner.
00:25:50: Und insofern Wo war ich das gerne und denke, okay ist es jetzt wieder eins von mindestens fünf Themen die wir uns eigentlich angucken müssen.
00:26:01: Dieses ganze Thema Sicherheitskonzept also aus Berlin ist ja auch entsprungen nicht unmittelbar aber hat den Trigger dafür gegeben.
00:26:08: Es gibt zwei gesetzliche Vorgaben auch die ein Teil der Branche jetzt auch im Grunde gesetzlich zwingt sich mit so was zu befassen.
00:26:19: Das eine ist das Kritis-Dach-Gesetz und das eine ist dieses NIST II-Gesez.
00:26:24: Wolf, da ist ja nicht jeder mit betroffen mit diesem Gesetz und auch gleichzeitig offen die Frage in die Runde wie schätzt du das ein von der Anwendbarkeit?
00:26:35: Und jetzt versuche ich mal nicht so gestiv zu fragen... Ja!
00:26:40: Wie schätzst du das an?
00:26:44: Wir haben die Entwicklung von dem Kritisgesetz jetzt in Verordnung und auch dem NIS II Umsetzung des Cyber-Sicherheitsgesetzes über das letzte anderthalb Jahre intensiv begleitet.
00:26:55: Und ich habe Teil meiner Vorträge damit bestritten, dass sich eingeblendet hat welche Anforderungen kommen auf wen zu?
00:27:01: Welche Schwellenwerte, welche Unternehmen sind denn jetzt direkt gefragt?
00:27:05: Dann hab' ich immer so einen Störer mitten auf die Folien gelegt.
00:27:08: hierzu sagen diese Themen sind aber für alle Versorger interessant.
00:27:12: Also kurz gesagt, wie schätze ich die Situation ein?
00:27:16: Alle Versorger müssen sich mit den entsprechenden Konzepten und ihrer langfristigen Handlungsfähigkeit beschäftigen.
00:27:22: Dieses Thema von Gefährdungsanalyse, Risikoeinschätzung und die entsprechenden Maßnahmen ableiten und die notwendigen Schritte in dieser Richtung machen.
00:27:31: also in der Hinsicht wirklich ganz klar und eindeutig.
00:27:35: Und ich will den Punkt von Agnes tatsächlich nochmal aufgreifen Ich glaube dass wir insgesamt gesamtgesellschaftlich wieder zu dem Punkt kommen müssen, dass mehr Eigenverantwortung an den Stellen platziert wird die dafür tatsächlich auch zunächst mal dieser Verantwortung selber tragen können und müssen.
00:27:56: Es fängt bei den einzelnen Personen an war ja bezeichnend eigentlich zu sehen, was habe ich mit Vorsorge zu tun?
00:28:03: der einzelne Bürger.
00:28:04: Aber auch das, was Agnes zurecht gesagt hat die Verantwortung bei den Kommunen oder bei den einzelnen Unternehmen wird in der Stelle deutlich unterschätzt und stattdessen sagt man Der Bund soll es richten.
00:28:17: Gleichzeitig kritisiert man aber die Handlungsunfähigkeit einer Bundesregierung.
00:28:22: Und da ist eine riesige Diskrepanz und an der Stelle muss tatsächlich ein gesellschaftlicher Wandel eintreten, wir müssen Verantwortung und Handeln wieder an dieser Stelle platzieren wo die Leute eben auch verantwortlich handeln können.
00:28:35: Wobei das habe ich ein Stück weit verstanden.
00:28:37: Du hast es ja beschrieben glaube ich wo das herkommt?
00:28:40: Auch die Mentalität auf den Bund zu gucken und die fehlende Eigenverantwortung Beim Schutz von kritischer Infrastruktur weiß ich tatsächlich nicht, ob die Bevölkerung sich da richtig angesprochen fühlt.
00:28:54: Weil ehrlicherweise bei so einer Nummer wie Übertragungsnässe oder Drohnenabwehr können wir den Einsatz zu machen, das ist ja dann nur ein Appell an diese Gruppe selber, die sich nicht bekehren lassen wird.
00:29:06: Da ging es mir auch ganz klar nicht um jetzt die einzelne Person sondern dann sage einzelne Unternehmen der kommunale Versorge, der kommunaler Abwasserbetrieb gefragt.
00:29:16: Statt eben darauf zu warten das von Bundeseite wieder was passiert?
00:29:19: Weil das führt ja dann dazu dass die nächste Verordnung, die nächste Vorschrift des nächsten Berichtswesen in die nächste Dokumentation auf den Weg gebracht wird damit man als Bund demonstrieren kann.
00:29:32: wir sind an dieser Stelle aktiv.
00:29:33: guck mal was wir alles gemacht haben Und die Unternehmen hält es tatsächlich von der wirklichen Arbeit ab, sich um die Probleme zu kümmern und die Lösungen dafür zu schaffen.
00:29:57: Beweis lasst Umkehr fast schon.
00:29:59: Frage nicht, was dein Land für dich tun kann sondern was du für dein Land tun kannst ist ein bisschen abgedröscht aber ist wichtiger denn je.
00:30:06: und genau dieses Thema.
00:30:07: wir erlassen Gesetze.
00:30:09: Wir überziehen das System mit bürokratischen Regeln um damit unsere Pflicht gemacht zu haben.
00:30:16: ja Damit werden wir das Verhalten in den Köpfen nicht ändern.
00:30:20: Ich weiß nicht, wer von euch eine NIST-Zweischulung mitgemacht hat.
00:30:26: Wenn du das drei Stunden gemacht hast, dann bist du mit allen gesetzlichen Regeln überzogen und bist aufgeklärt.
00:30:35: aber da ist immer noch dieser Sense of urgency für eine Verhaltensänderung erreicht.
00:30:42: die Leute müssen eben das Thema.
00:30:46: Sie müssen etwas bösgläubiger werden.
00:30:48: Wir sind über Jahre in dieser Gesellschaft viel zu gutmütig gewesen, wir haben die Bundeswehr abgeschafft weil brauchen wir jetzt nicht mehr oder?
00:30:56: Wir haben den Währdienst ab geschafft.
00:30:59: ja ich glaube ein bisschen Bundeswehr haben.
00:31:01: wir wissen was du meinst und genau so haben wir leben wenn er sehr offene Kultur.
00:31:07: das führt dazu dass wir haben das selber auch bei uns schon mal gemacht dass wir uns angreifen lassen Leute dafür bezahlen in unser Unternehmen reinzukommen.
00:31:20: Dann gibt es da Mitarbeiter von uns, die eine ganz freundliche Willkommenskultur pflegen und sagen mir noch einen Kaffee und können wir dich hierhin mitnehmen?
00:31:29: Ja!
00:31:30: Und dann stehen die bei uns auf dem Tradingfloor.
00:31:33: Da muss sich das Bewusstsein ändern und das schaffen man nicht über Gesetze.
00:31:39: Das ist glaube ich bei uns wenn man ehrlich ist wenn man so reinguckt auch ein Stück weit so oder das ist ja auch ganz gut so ne offene Kultur aber an der Stelle wahrscheinlich für die neue Welt nicht mehr so richtig passend.
00:31:49: Ja, es ist am Ende, sag ich mal zwischen totale Misstrauen und das wollen wir ja eigentlich.
00:31:54: Wir wollen uns ja gerne vertrauen und wir wollen in Frieden leben.
00:31:58: Das heißt, wir müssen auch wieder ein Stück weit Vernunft zurück in die Gesellschaft bringen.
00:32:03: Ich hoffe, dass wird uns gelingen.
00:32:08: Zumindest ans Wasserwerksgelände oder irgendwo, wo man dann ist, dass man jemandem mal fragt Hallo mein Freund kennen wir uns Was macht denn dieser Lkw da, der da steht?
00:32:22: Die freundliche Erinnerung.
00:32:24: Wenn euch Leute auf dem Flur begegnen, die ihr noch nie gesehen habt, fragt ihr doch einfach mal.
00:32:29: Das ist ein Randthema.
00:32:29: Kann das schon mal helfen!
00:32:32: Du hast das Thema Investitionen angesprochen.
00:32:34: Wir müssen so ein bisschen Themenritt machen nicht erschöpfend aber soll ja ein Impuls sein für den ganzen Tag auch.
00:32:41: Investitionsstau hast du gesagt oder wir tun zu wenig wird er.
00:32:45: Ich fange mal mit deiner Sicht an, was hast du damit gemeint?
00:32:50: Wir wissen ja dass es Studien gibt dazu das wir brutals zu wenig investieren.
00:32:59: Warum ist das so und können wir da nicht etwas dran ändern?
00:33:03: Klar!
00:33:04: Das ist sowieso das Schöne.
00:33:05: Wir können jetzt aufstehen und das alle anders machen also... würde ich auch alle zu auffordern, es jeden Tag zu tun.
00:33:11: Das ist ja das Schöne.
00:33:12: wenn wir der Staat sind dann können wir Dinge ändern und da können wir auch einen gewissen Pragmatismus und gesunden Menschenverstand an den Tag legen und nicht darauf warten bis irgendjemand irgendwas irgendwo geregelt hat.
00:33:24: aber wo kommt das her?
00:33:25: Ich glaube wir haben viel zu lange unsere Das, was wir tun an unseren Möglichkeiten ausgerichtet und haben uns wunderbar erklärt warum unsere Möglichkeiten eben beschränkt sind.
00:33:35: Weil haben nicht die richtigen Leute, haben nicht genug Geld, haben keine Ahnung.
00:33:38: irgendwas fiel uns immer ein Wir brauchten politische Wasser oder Abwasserpreise Was auch immer wir wollten wir konnten jedenfalls kann ich mehr tun als das so.
00:33:47: Und dann ist die Materie ja leider muss man eigentlich sagen viele Jahrzehnte geduldig wie mit den Brücken und die Brücken sieht man jetzt sondern sie drüber fahren und die Autobahn sehen wir auch.
00:33:58: Das Abwasser und das Wasser sehen wir im Zweifel nicht gut.
00:34:02: Da merkt man, kommt die Fontäne hoch ... Wir hatten hier gestern bei der Hauptversammlung.
00:34:06: Beim Abwasser ist es noch schlimmer, weil im Zweife versickert was in Boden und keiner hat's gemerkt.
00:34:11: oder ich hab die Ablaufwerte in der Kläranlage nicht eingehalten.
00:34:14: Wenn die Umweltbehörde an dem Tag nicht da war, dann hat's eben auch keiner gemerkt.
00:34:18: Es passiert sehr viel im Verborgenen und es geht sehr langsam.
00:34:22: Ich konnte mich genauso verhalten wie ich mich verhalten habe.
00:34:27: Anspruch, auch kommunalen Anspruch und Ambitionsgrad zu sagen.
00:34:31: Was ist eigentlich das Niveau was wir hier auf die Beine stellen wollen?
00:34:34: Sondern wir sagen Guck mal!
00:34:36: Das ist das was ich konnte.
00:34:38: Also habe ich mich auch bemüht aber so viel hab' ich geschafft und mehr Wahrheit nicht drin.
00:34:41: So umso hat sich das über die Jahre man hat sich daran gewöhnt zuträglich war, weil wir nämlich unterschiedliche Regeln für unterschiedliche Größenordnung machen.
00:34:52: Die Kleinen sind ja gar nicht betroffen von Cyber-Sicherheit, deswegen müssen sie auch in das Zweinigmachen.
00:34:57: interessant eigentlich und auch viele andere Dinge müssen Sie nicht machen aber den Großen wird es dann im Zweifel auferlegt.
00:35:02: also wir gehen... Wir machen Unterschiede obwohl doch eigentlich jeder Bürger den gleichen Entwässerungskomfort und den gleichen Versorgungskomfort erwarten kann.
00:35:10: Aber wenn nun mal sein Betrieb vor Ort klein ist naja Dann muss er eben weniger machen.
00:35:16: Und davon müssen wir ein Stück weg, wir müssen uns wirklich fragen also wie viel Wert ist uns auch Professionalität?
00:35:22: Weil wenn wir mal auf die Kosten gucken, wir verschwenden soviel Geld mit falschen Entscheidungen zu späten Investitionsentscheidung, falschen Investitionsenscheidungen dass wir, das wäre jetzt mal meine Hypothese, twenty-fünf Prozent einsparen können, wenn wir professioneller werden und dann haben wir auch das Geld um es an der richtigen Stelle zu investieren.
00:35:39: Warum?
00:35:40: Also Thomas du bist ja jetzt ein bisschen angesprochen, weil er da VKU vertritt ja auch die Kleinen mit, die wir immer zu Recht in der Gruppe haben.
00:35:51: Wir haben immer diese Solidarität, die auch schon sehr lange gewachsen ist.
00:35:56: Ihr habt ein Studie gemacht von fünfhundert Milliarden, fehlende Invest, achthundert.
00:36:03: davon sechti Prozent Abwasser.
00:36:04: Wir haben doch ein Kostendeckungsprinzip, wir haben ja nicht wie Sven Becker den ich gleich noch fragen werde dazu was in der Energie los ist mit Liberalisierung und Zerschlagung und alles.
00:36:14: Wir sind integrierte Branchen, wir investieren und legen das auf die Gebühren am Ende um müsste doch eigentlich machbar sein.
00:36:23: Ich hol mal zwei Sätze weiter aus zu dem Thema Warum haben wir das überhaupt gemacht?
00:36:28: Wir haben gesagt, bis zum Jahrfünfvierzig Trinkwasserversorgung, Abwasserhinsorgung.
00:36:32: Achthundert Milliarden müssen investiert werden.
00:36:35: Das heißt nicht zusätzlich sondern insgesamt.
00:36:38: in diesem Bereich müssen achthundert Millionen investiert wird.
00:36:41: Wir haben das getan weil wir genau dort angesetzt haben und haben gesagt in Deutschland reden alle über Infrastruktur über Brücken in Bonn seit neuestem aber Autobahn-Brücken am Rhein entlang ist schon länger ein Thema über Kindertagesstätten, also alles wichtige Sachen damit dieses Land funktioniert.
00:36:59: Kein Mensch redet über Wasser und Abwasser.
00:37:01: Und das hat natürlich was mit politischen Entscheidungen dann zu tun.
00:37:05: Deswegen haben wir gesagt wie hebt man am besten dieses Thema in die politische Sichtbarkeit?
00:37:09: Das macht man mit einer Zahl.
00:37:11: Und ein Achtundert Milliarden ist eine Zahl mit der man politisch diskutieren kann.
00:37:16: Das heißt nicht dass sie gekünstelt ist sondern sie ist durch eine Studie ermittelt.
00:37:20: Die ist belegt an der Stelle und macht einfach die Dimension deutlich.
00:37:24: Und du sagst, sechzig Prozent Abwasser, grob vierzig Trinkwasser.
00:37:29: Das ist das was sowieso laufen muss, was ansteigen muss würde ich absolut unterstreichen.
00:37:33: Die Gutachter haben uns gesagt es muss sich teilweise vervierfachen.
00:37:36: Was dort geschehen muss um dem Gericht zu werden und es kommen Zusatzthemen dazu.
00:37:41: Wir hatten eben Sicherheit wir haben Klimaanpassung.
00:37:44: Wir haben alle diese Themen.
00:37:45: Das kommt dazu.
00:37:47: Wobei Janina ja sagt darf nichts kosten?
00:37:49: Wobei das war nur Sicherheit.
00:37:52: Sicherheit ist super, aber nicht auf normalen Portemonnaie.
00:37:55: Aber das ist genau das, was wir erfahren haben und auch warum wir es vorher gemacht haben.
00:38:00: Das ist ja nicht nur ein Thema in der Bundespolitik in irgendwelchen Förderprogrammen aufzutauchen.
00:38:05: Es war nicht das Ziel vordergründig in diesem Thema sondern es ist das Bewusstsein zu schaffen und damit auch bis auf die kommunale Ebene herunter zu sagen Ja Wasser kostet etwas und es wird mehr kosten ab Wasserkosten etwas, sondern es wird mehr kosten weil es diese Entwicklung gibt.
00:38:22: Also die Bereitschaft von was waren das sieben Prozent bei Abwasser mal ein bisschen höher zu kommen an dieser Stelle um zu sagen dass ist nichts was es beiläufig gibt was es sonst würde ich nicht sagen aber was es sehr günstig gibt sondern das hat seinen Preis.
00:38:37: das ist immer noch nicht utopisch.
00:38:40: Was dazu zahlen ist in der zweiten Miete immer noch.
00:38:48: Leider funktioniert Kommunikation.
00:38:50: Überzahlen, nur überzahlen.
00:38:52: Wenn man komplexe Sachverhalte erklärt ist es häufig schwierig.
00:38:57: Das ist eine integrierte Branche.
00:38:59: das ist nicht so einfach wie man denkt.
00:39:01: mit dem Investieren in der Energiewirtschaft ist ja liberalisiert worden schon vor vielen Jahren.
00:39:07: Das effizienter ist alles zerschlagen.
00:39:11: wir haben ja später noch den Professor Bettzüge.
00:39:13: da bin ich sehr gespannt drauf.
00:39:14: wenn ich ihn immer mal wieder höre Verstehe ich Ihnen auch so, dass er sagt die Liberalisierung ist ein Problem beim Investieren.
00:39:24: Weil alles so zerschlagen ist, das jeder noch auf sich guckt, jede optimiert sich und am Ende hat keiner jetzt mehr die Kohle um so richtig rein zu investieren, um langfristig dann auch Profit rauszuziehen.
00:39:38: Ist es bisschen verkürzt aber du kennst das ja auch?
00:39:41: Du beschäftigst dich ja auch mit diesem Thema insgesamt.
00:39:43: wie sieht die Branche aus?
00:39:45: Ich fand letztes Jahr In letzter Woche auf dem BDW-Kongress auch das zum Teil sehr kleinteilig, also wenig Big Picture.
00:39:53: Teilst du diesen Eindruck oder hast du da einen anderen Blick drauf?
00:39:58: Puh!
00:39:58: Wie viel Zeit haben wir?
00:40:01: Fünf Minuten maximal für diese Antwort würde ich sagen.
00:40:05: Und damit dieses Thema nüchterlich ertragen kann müsste man eigentlich ein Glas Rotwein dazu haben.
00:40:10: Du warst gestern Abend nicht dabei.
00:40:12: Ja Gut Tatsache ist dass dass endlich die Idee der Liberalisierung ja war, Wettbewerb dort zuzulassen wo Wett bewerbt möglich ist und damit effizientere Ergebnisse zu realisieren.
00:40:26: In der Erzeugung im Vertrieb auch in der Entwicklung einer Handelsstufe.
00:40:32: da haben wir sicherlich Effizienz geschaffen.
00:40:35: In dem Moment aber indem ich eine Transformation gehe – das haben wir mit der Energiewende auf den Weg gebracht dann brauche ich langfristige Rahmenbedingungen, um dieses Megainvestitionsprogramm zu stemmen.
00:40:56: Und da haben wir – das sind wir in meinen Augen irgendwann falsch abgebogen – Wir feiern zwar das EEG als großen Erfolg weil wir damit es geschafft haben rein im Strom knapp sechzig Prozent der erneuerbaren Energien mittlerweile an den Staat zu bringen.
00:41:16: Aber gleichzeitig haben wir damit natürlich einen massiven Markteingriff vollzogen, weil wir außerhalb des Marktes die erneuerbaren subventioniert haben wie wir dann zum Preis von null in ein wettbewerblich funktionierenden Markt eingespeist haben.
00:41:32: Und damit letztendlich mit dieser Intervention haben wir die Lenkungsfunktionen von Preisen ausgehebelt.
00:41:44: Warum wird seit fünfzehn Jahren kein Kraftwerk mehr gebaut, also auch im Sinne von Infrastruktur und Rehinvestitionen?
00:41:52: Weil halt eben die Preise nicht ausreichen so eine Investition anzutriggern.
00:41:58: Und warum sind die Preisen so gering?
00:42:00: Ja weil wir halt eben erneuerbare haben, die außerhalb des Marktes finanziert werden und zu einem Preis von null dann in den Markt kommen.
00:42:09: Deswegen glaube ich erst mal, auch mit Blick auf diese Kleinteiligkeit.
00:42:14: Wir müssen wieder zurück zu mehr Markt und weniger Staat.
00:42:19: Wir haben mittlerweile eine kontinuierliche Überregulierung und wir haben zwar auch Marktversagen – das ist so CO² ist ein klassisches Beispiel –.
00:42:28: dafür müssen wir dann ordnungspolitische Rahmenbedingungen setzen um halt dieses Marktversagen zu unterbinden.
00:42:35: Das kann man machen über CO²-Preise.
00:42:38: Die CO-Preise waren nur politisch gelenkt, so nach dem Motto wir haben jetzt die CO-Preise.
00:42:43: Sie dürfen aber nicht zu hoch sein weil dann die Industrie echt ist.
00:42:45: also wurden die über Jahre sehr günstig gehalten und wir erleben ja jetzt auch gerade beim ETS II das in dem Moment in dem halt jetzt wiederum eine Belastung zukommt auf die Gesellschaft dass man dann das wieder aufschiebt.
00:43:02: Das heißt wir brauchen einerseits mehr Markt Und wir brauchen eben auch eine integrierte Energiepolitik, wo wir nicht nur die Erneuerbaren ausbauen.
00:43:19: und bitte nicht falsch verstehen.
00:43:21: Wir investieren jede Menge in erneuerbare und wir glauben an die Energiewende
00:43:24: usw.,
00:43:25: aber... Wir sollten nicht nur den erneuerbaren Regler nach oben schieben, sondern wir müssen gleichzeitig auch über Netzausbau, Flexibilität, Speicherausbau und so weiter nachdenken um das System ganzheitlich zu transformieren.
00:43:42: Absolut!
00:43:49: Ich würde gerne gleich deine Einschätzung zur Energiewende hören in Berlin, damit ihr schon Bescheid wisst.
00:43:56: Du wolltest dich mal... Genau, die Frage gibt mir die Gelegenheit den Geist der hier aus der Flasche gelassen wurde mit Liberalisierung und Regulierung von Wassernetzen gleich wieder rein zu stopfen.
00:44:09: Und zwar einfach aus dem Grund das Wasser keine Handelsware in dem Sinne ist genauso wenig wie Gesundheit des Menschen eine Handelsware ist.
00:44:20: Wenn man versucht ein marktwirtschaftliches System rein zu drücken, dann kommt man tatsächlich an die entsprechenden Grenzen.
00:44:31: Wie die Liberasilierung des Wassermarktes in Großbritannien gelaufen ist das konnten wir irgendwie fünf zwanzig Jahre beobachten.
00:44:38: Das wurde am Anfang super gefeiert.
00:44:40: Anfang der zweitausender Wende In Deutschland waren wir alle in den Abwehrlöchern und haben das mit dem freiwilligen Benchmarking Ansatz auch wieder verhindern können.
00:44:52: Tatsache ist, dass das englisch liberalisierte Wasser- und Abwassersystem in der Infrastruktur so marode ist wie vorher nicht.
00:44:58: Die Unternehmen sind überschuldet es ist quasi nicht mehr sanierungsfähig.
00:45:03: wer dabei irgendwie an die deutsche Bahn denkt im Hinterkopf nun gut lass ich mal offen heißt aber wir haben Sanierungsstau aber das Post das postulat dass es nur der Markt entsprechend besser machen kann als kommunale Unternehmen, das ist meiner Meinung nach nicht richtig.
00:45:20: Es gibt erfolgreiche kommunale Unternehmens.
00:45:23: Ich glaube wir sind hier zu Gast bei einem.
00:45:26: Wir können in den Nachbarländern schauen, dass kommunal gesteuerte Unternehmen sehr wohl marktwirtschaftlich und effizient arbeiten können gleichzeitig in die Zukunft schauen und entsprechend vorausplanen können.
00:45:40: Insofern hilft uns dieser Geist in der Flasche gar nichts außer uns vielleicht ab und zu mal ein bisschen zu gruseln, um zu sagen wir sollten unsere Sachen die wir selber in der Hand haben besser machen.
00:45:50: Und dann haben wir auch eine Chance da selber zugestalten.
00:45:53: Möchte einen Zusatz nochmal ganz kurz machen zum Thema Liberalisierung und Kosten also nach dem Motto Wir haben ja mittlerweile viel höhere Kosten im Energiesystem.
00:46:08: Wir sollten es aber auch mal darüber klaren sein dass Megatransformation des gesamten Energiesystems durchführen, was also wirklich eine Generationenaufgabe ist.
00:46:17: Weil wir uns gesellschaftlich konzentriert auf den Weg gemacht haben unser System zu dekarbonisieren und das bedeutet wir leisten uns jetzt zwei Kapitalstöcke.
00:46:28: Das eine ist Wir bauen einen erneuerbaren Energiessystem auf und andererseits haben wir noch ein Backup-System dass uns halt eben in Zeiten der dunkel flaute Versorgungssicherheit gewährleistet.
00:46:38: so wenn ich zwei Taxis habe um ein zweites zu fahren, wenn das erste ausfällt.
00:46:45: Dann wird es wahrscheinlich teurer sein, weil jetzt, wenn ich nur einen Auto habe und die gesamte Energiewende ist mit dem Mythos gestartet.
00:46:55: Sonne schickt keine Rechnung und Herr Trittin hat gesagt, kostet eine Kugel Eis.
00:47:02: Die ist auch teurer geworden?
00:47:03: Absolut!
00:47:07: Wir hatten dann ein Diskurs zuvor kurz mit ihm, er ist glaube ich altersmilde geworden und sieht es mittlerweile etwas anders.
00:47:14: Gleichwohl muten wir der Gesellschaft diese Transparenz in der Kommunikation nicht zu dass wir offen sagen da sind wir wieder bei der Zahnungsbereitschaft.
00:47:26: die Bewältigung dieser Generationenaufgabe kostet Geld.
00:47:31: das sollte uns auch was wert sein.
00:47:32: man kann sogar ökonomisch auch begründen, weil natürlich Investitionen in Dekarbonisierung wie eine Art Versicherungsprämie sind gegen größere Naturkatastrophen.
00:47:44: Klar wenn die Welt nicht mitmacht hilft uns das auch nicht.
00:47:47: wir werden dass die man nicht alleine retten auch wenn die Deutschen sich dazu befleißigt fühlen.
00:47:51: aber ich glaube wir müssen die Gesellschaft abholen Und ich glaube dann auch nicht nur mit Zahlen überzeugen, sondern auch mit Emotionen.
00:47:59: Dass halt eben die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für zukünftige Generation ist und dass das heute Geld kostet und das bedeutet auch Konsumverzicht heute damit wir zukünftig eine bessere Welt hinterlassen.
00:48:15: Schweres psychologisches Thema Mir ist gerade eingefallen, meine Mutter hat mal eine Zeit lang in Kenia gelebt und die haben sich immer zwei Taxis bestellt zum Restaurant zu kommen.
00:48:25: aber aus anderen Gründen Sicherheit weil man dann nicht so sehr überfallen wird.
00:48:29: Weil die Leute denken da ist noch jemand anderes Thema.
00:48:34: Aber Energiewende Janina ist ein schwerer Im Moment eine schwere Zeit für die Energiewende.
00:48:40: Als wir mit dem Podcast angefangen haben, haben wir das gar nicht politisch diskutiert.
00:48:44: Jetzt letzte Woche beim BDW-Kongress hat Jens Spahn erneut gesagt oder immer klarer jetzt verknüpft, hat im Grunde sinngemäß gesagt... Die AfD hat auch solche Werte und die Stimmung im Land ist auch deswegen so mies weil wir die Energienwände machen.
00:49:04: Stark verkürzt kann man sich angucken alles.
00:49:06: aber er sagt im Grund Wenn wir so weitermachen mit der Energiepolitik, wie wir sie jetzt machen werden wir die Klimaneutralität gar nicht mehr entscheiden weil dann sind andere dabei.
00:49:17: Du hast ja ganz viele Umfragen gemacht für andere auch für uns.
00:49:20: meine Zeit lang was Akzeptanz betrifft.
00:49:23: teilst du das oder was siehst du da im Umfeld von Berlin und in deinen umfragen dazu was Akzeptanz von Klimaschutz und Energiewende betriffe?
00:49:33: Also ich denke dass Jens Spahn das stark verkürzt.
00:49:37: Also die Stimmung ist aus vielen Gründen schlecht und sie sind immer finanzieller Natur, vielleicht kann man so einleiten.
00:49:44: Was die Menschen gerade sehr umtreibt ist dass Sie sehr wenig Zuversicht haben das Dinge wieder besser werden können und dass sich in Ihrer eigenen finanziellen Sicherheit zunimmt bedroht führen.
00:49:55: also kann ich mir nächstes Jahr noch genauso viele Urlaube leisten kriege ich irgendwie meinen Supermarkt-Einkauf nächsten Monat noch hin und geht es meinen Kindern mal besser als mir bis heute geht.
00:50:07: Und das ist ein Zukunftsversprechen, was einfach ins Wanken geraten ist.
00:50:11: und da spielt natürlich das Thema Energiewende ganz wunderbar mit rein weil das Thema Kosten lange Zeit vernachlässigt wurde in der Kommunikation.
00:50:20: Was wir heute sehen ist schon dass sich über zwei Drittel der Menschen sorgen machen, dass die Energiewende sie finanziell überlasten würde.
00:50:29: Also das heißt, die Sorgen sind da, das wissen die Menschen... Wir haben das lange Zeit nicht richtig aufgegriffen und dieses Thema Energiewände ist dann auch sehr politisch aufgeladen worden.
00:50:40: Das heißt es wurde stark polarisiert, die meisten argumentieren ja nicht wie in diesem Raum auf Basis von Zahlen-Datenfakten und Branchenexpertise sondern die meisten augmentieren auf der Ebene.
00:50:52: Ich bin entweder für Harbeck oder ich bin gegen Harbecks.
00:50:54: Für Katharina Reiche, gegen Katharina Reiche und das ist so ein... dass diese Energiepolitik überhaupt zu einer Emotionalisierung bei, also dass sie überhaupt so emotional geführt werden kann sehe ich fast eher als Teil des Problems.
00:51:07: Oder man muss es dann auch emotional wieder abholen und ich glaube es gibt ein gutes Zeitfenster gerade weil dieses Narrativ wir machen die Energiewende für einen grünes besseres Morgen Das hat die Leute jetzt in den letzten Jahren immer weniger abgeholt aufgrund der finanziellen Situation.
00:51:21: Was jetzt aber kommt, ist dass die Menschen das haben wir in der Studie eben gut gesehen.
00:51:25: Dass sie sich Sorgen vor Sicherheit machen von der eigenen persönlichen Sicherheit und das einfach jetzt aus anderen Gründen über Dezentralität, über Resilienz sprechen.
00:51:35: Und da kann man glaube ich jetzt ein Case aufmachen.
00:51:37: und aus diesen Erfahrungen der letzten Jahre also nochmal Ich bin branchenfremd, ich gucke von außen drauf Aber aus dieser Erfahrung wie man die Energie wenn er den letzten Jahren kommuniziert hat würde ich sagen es durchaus sinnvoll jetzt einen ökonomischen Case auf zu machen weil die Leute wollen wissen, rechnet sich das für mich und man kann an Sicherheiten preis machen.
00:51:55: Der ist für jeden individuell anders aber es muss irgendwie ein ökonomischer Case sein der darf nicht so stark moralisch aufgeladen sein weil dann hängt man sehr am Zeitgeist.
00:52:06: Ist er da?
00:52:07: Dieser Sicherheitscase oder der ökonomische Case frage ich mich immer jetzt heute nicht beantworten.
00:52:12: aber was ist denn wenn China ab morgen keine Halbleiter mehr liefert?
00:52:17: Ist da nicht das, was Katharina Reicher letztes... Die hat ja auch dieses Thema angesprochen.
00:52:22: Die hatte hier am Grunde gesagt langfristige Souveränität.
00:52:26: Ja wir waren von Russland abhängig, was Gas betrifft.
00:52:29: Jetzt sind wir im Grunde langfristig noch viel abhängiger von China weil die alle Komponenten der Energiewende bald produzieren insbesondere Halbleiter und Silizium auch ein Teil und so.
00:52:42: was Gibt aber ein Gegenargument.
00:52:45: Aber dann sind wir so ein bisschen beim Thema von vorhin, ne?
00:52:47: Es ist eben nicht schwarz und weiß.
00:52:49: Einerseits sind wir ja... Wir wollen als Menschen in Frieden und gut gesellschaftlich zusammenleben.
00:52:54: Wir werden aber – du hast diese Blaueugigkeit angesprochen – eben auch feststellen.
00:52:58: Nicht jeder ist so gut gesinnt!
00:53:00: Also ist eine gewisse Aufstellung und eine eigene Resilienz.
00:53:05: Und mal integriere Agent darüber nachzudenken, was haben wir andere Ressourcen im Land?
00:53:09: Deswegen auch Heißler Wirtschafts die wir wiedergewinnen können.
00:53:11: das wird ne Rolle spielen so.
00:53:15: aber es heißt eben auch nicht wie.
00:53:16: also Es ist immer ein ökonomischer Case und wir haben ehrlicherweise auch gar keine andere Wahl.
00:53:22: Denn wenn wir an die nächste Generation denken dann kann es jetzt auch Nicht sein dass wir sagen das was jetzt hier abläuft das können wir uns nicht leisten Weil dann wird es übermorgen nichts mehr geben.
00:53:31: Insofern muss man ein Stück weit ohne zu viel Angst zu machen aufklären und jeder Einzelne, da sind wir wieder beim Thema von Anfang, muss sich die Frage stellen in der Rolle in der ich gesellschaftlich unterwegs bin ob das nun sozusagen vor Ort ist bei meinem Arbeitgeber weil ich vielleicht in einer Kommunen in der kritischen Infrastruktur oder woanders arbeite in meiner gesellschaftlichen Rolle weil ich eine Meinung habe weil ich im Austausch bin mit meinen Nachbarnkollegen Freunden welche Positionen nehme ich eigentlich geein?
00:53:58: dazu beitragen, entweder ganz sachlich technisch oder in Sachen Stimmung.
00:54:03: Dass die Dinge hier mal anders diskutiert werden und dann brauchen wir oder werden wir hoffentlich zu einem guten Mittelweg kommen.
00:54:10: aber wir werden weder ohne die ganze Welt leben noch also es wird immer irgendetwas dazwischen sein und man muss sich die Frage stellen ja was können wir uns ein Stimme?
00:54:19: Was wollen wir uns leisten und was können auch eh eigentlich technisch-gesellschaftlich gut bewältigen?
00:54:27: Wenn wir das nicht tun, dann sind wir schnell bei der Bewirtschaftung von Mangel.
00:54:32: Da kommen wir jetzt glaube ich heute leider nicht mehr hin.
00:54:36: Wir haben im Wasser den Vorrang der öffentlichen Wasserversorgungen.
00:54:38: da wollte ich dich fragen wie du das einschützt ob das eine Langfristgeschichte ist?
00:54:43: Wir schalten Ampeln mittlerweile wo wir die Knappheit ansagen und machen auch so ein bisschen melden macht frei.
00:54:50: Also wir haben euch ja gesagt es weniger wasser dar Kann auch nicht die Zukunft sein.
00:54:57: Und in der Energiewirtschaft fand ich letzte Woche spannend, da definieren wir jetzt Komfort anders.
00:55:04: Da war der Kollege von einem großen Energieversorger den ich hier nicht nenne.
00:55:08: Der hat gesagt wie verkaufen kommt vor und sagen dem Kunden du musst nicht nachts um zwei aufstehen und im Pyjama runter gehen um dein Elektroauto anzuschließen.
00:55:17: Du kannst schlafen bleiben.
00:55:20: Ich dachte wow!
00:55:22: Ich weiß nicht, ob das als Komfort am Ende rüber kommt.
00:55:24: Also wir schaffen es gerade so die Löcher noch zu stopfen, die wir da gerissen haben.
00:55:30: Möchtest du jetzt eine Reaktion auf jeder Zeit?
00:55:35: Zu diesem Thema Wasserampel.
00:55:37: Wir haben die Versorgungssicherheit über viele viele Jahre tatsächlich hochgehalten.
00:55:41: Versorgungssicherheit aus meiner Sicht heißt aber nicht dass der Aufruf ist zur ungebremsten Verbrauch.
00:55:49: Das war in der Vergangenheit auch nicht so.
00:55:51: und wenn man heute den Eindruck hat, dass man irgendwie an dem Wochenende vor Pfingsten flächendeckend in der ganzen Republik sein Pool voll machen muss und alle Autos gleichzeitig blitzen müssen und der Rasen ganz grünen sein muss dann haben wir tatsächlich auch an der Stelle wieder ein Kommunikationsproblem ersten.
00:56:12: Das zweite, was mich in dem Umfang tatsächlich umtreibt ist wir neigen dazu solche Einzelfälle bei einem Unternehmen oder meinetwegen auch bei zehn Prozent der Unternehmen wurde das an ein gewisser Weise jetzt in einer Woche im Jahr ein bisschen knapp zu verallgemeinern.
00:56:39: Das ist ja auch vollkommen eine falsche Wahrnehmung davon.
00:56:43: Man müsste an dieser Stelle einmal genauer hingucken, haben diese Unternehmen ihre Hausaufgaben vorgemacht?
00:56:48: Haben sie das was Sie vorhin gesagt haben?
00:56:51: Resilienz bedeutet ganz viel Vorsorge und vorausschauendes Risikomanagement.
00:56:56: Haben Sie Ihre Systeme darauf hin abgeklopft ob Sie in diesen Engpass reinlaufen können oder nicht Und haben Sie die entsprechenden Vorkehrungen getroffen?
00:57:03: und dass das in Einzelfällen nicht gemacht ist Das überrascht uns eigentlich nicht.
00:57:07: und das Ergebnis liest man dann aber Deutschlandweit in der Zeitung, hier ist jetzt das Wasser abgestellt und die Ampeln sind auf Rot.
00:57:14: Und so wie viele Ampel waren denn auf Rot?
00:57:16: Also aus meiner Sicht weit übertrieben.
00:57:18: Die meisten Unternehmen haben ihre Hausaufgabe gemacht sie haben ihre Vorsorge entsprechend betrieben und beim paar wenigen ist es jetzt vielleicht der Wegruf ein bisschen emotional.
00:57:30: Die Emotionen sind richtig.
00:57:32: ich frage mich also Problemlösungen durch Umdefinierung des Problems ... als bisschen überspitzt, aber es ist natürlich... Wir fangen ja an anderen Punkten schon an zu sagen was ist eigentlich Versorgungssicherheit?
00:57:44: Erinnert mich an Urlaub in Vietnam oder so.
00:57:49: Aber vielleicht Sven, ich weiß nicht, wird das hier herausgefordert glaube ich ein Stück weit über das was ich über das Podium gesagt habe letzte Woche eine Energie.
00:57:57: Ich finde also richtig der Knopf am Kunden ist noch nicht so richtig dran was da komfort betrefft.
00:58:02: bei dem Flexthema Du stellst ja gleich auch einen Batteriespeicher vor Versus Gaskaftwerk, womit ihr ja am Grunde auch dieses Loch stopft was da ist.
00:58:12: Was aber was kosten wird?
00:58:13: Ich glaube um den Kollegen von diesem Energieunternehmen der hat die Farbe rot mal einen Schutz zu nehmen.
00:58:23: Die haben marketingtechnisch eine Idee aufgegriffen die aus der Transformation des Energiesystems entsteht weil wer in der alten Welt so ein Energieverbrauch abgefiedelt haben über Grundlastkraftwerke, Mittellastkraftwerk, Spitzenlastkraft Werke.
00:58:39: Paradigma die Erzeugung folgt dem Verbrauch.
00:58:43: Wenn wir im Halbfinale in die Verlängerung gehen und im Elfmeterschießen nachher gewinnen dann wird in der Zeit ja mehr Strom verbraucht.
00:58:52: das ist unvorher gesehen.
00:58:53: die Kraftwerke fahren hoch um das zu kompensieren.
00:58:58: In der neuen Energiewelt haben wir nur noch Erneuerbare.
00:59:02: Das heißt, wir haben diese geregelte Leistung nicht mehr und erneuerbarer Energien zeichnen sich aus dadurch dass sie stochastisch und volatil einspeisen und dann muss plötzlich der Verbrauch der Erzeugung folgen.
00:59:15: das heißt streng genommen müsste die Energie dann verbraucht werden wenn sie erzeugt wird Und das ist die Idee.
00:59:23: Da muss halt neben Nachts um drei Uhr aufstehen und die Waschmaschine anmachen, wird keiner machen.
00:59:28: Ja?
00:59:29: Und deswegen gibt es ja diese Hems dieser Home Energy Management Systeme, die halt hier so eine automatische Steuerung auch vornehmen was wir eben mit unserer Digitalisierung in der Leittechnik zukünftig machen können.
00:59:43: aber wir steuern auf ein System zu dass ursprünglich mal zentral gesteuert war und jetzt zukünftig dezentral sein wird.
00:59:51: viele Millionen Einspeiser, vier Millionen Ausspeise.
00:59:55: Und das muss irgendwo gemanagt werden und da ist glaube ich der Verbrauch... Der Verbraucher ist ein schlafender Riese um diese Flexibilität bereitzustellen.
01:00:08: Das wird nicht der Haushalt sein der nachts dann den Kühlschrank ausstellt sondern das werden Systeme sein.
01:00:17: aber bei Industriekunden wird das schon der Fall sein, sofern sie Produktion auch variieren können.
01:00:25: Das kann nicht jede Industrie.
01:00:27: Nur da sind wir dann wiederum bei den Ort des politischen Rahmenbedingungen.
01:00:31: Wir brauchen eben ein System, dass für Flexibilität auch einen Preis schafft.
01:00:38: Okay!
01:00:40: Wir müssen in die Abschlussrunde kommen oder weil wir ja ein paar Minuten Überziehung von euch mitgenommen haben.
01:00:46: Trotzdem warten.
01:00:47: alle nachfolgenden Sendungen verschieben sich um unbegrenzte Zeit, die Eltern erinnern sich.
01:00:54: Wir machen eine Abschlussrunde.
01:00:55: kurze Frage und ich habe mir sagen lassen von meinem ehemaligen Chef in unserer Wassertochter in Ostwestfalen der VGW da gab es einem Büro, da hing immer ein Schild frei nach ostwestfälischer Mentalität.
01:01:09: Spontanität will wohl überlegt sein.
01:01:13: Danach die bitte kurze knackige Antwort was euch gerade so dazu einfällt.
01:01:19: Janina Wann wird das Klimaziel zweizig-vierzig abgeräumt nach der Sachsen-Anhaltwahl oder davor?
01:01:33: Das ist der ostfestfälische Geist, der hier so mit schwingt.
01:01:35: Es ist die Spontanität!
01:01:37: Ich kann es dir nicht sagen, dass keine Prognose, die ich machen kann.
01:01:41: Ich würde mir wünschen, dass mehr Sachlichkeit in die Diskussion kommt und wir nicht über das ja eh schon Grundproblem dieser Regierung, dass sie in Deadlines kommuniziert Genau, also dass wir vielleicht wegkommen von der einen Zahl die dann in einer Null-Eins-Logik diskutiert wird.
01:01:57: Ich kann es ja nicht sagen.
01:01:58: Das ist auch eine offene Antwort.
01:02:00: Ich weiß das auch nicht.
01:02:03: Thomas, das Thema hatten wir noch gar nicht bisher leider.
01:02:06: aber heute kommt es erweiterte Herstellerverantwortung warten wir schon ewig drauf.
01:02:10: die außer am Abwasser kennen das zahlen wie die vierte reinigen Stufe alleine jetzt ich gucke mal diese Glaskugel und sagt nein so was passiert heute?
01:02:24: Heute wird das Europaparlament so gegen dreizehn Uhr ungefähr entscheiden, ob sie eine Resolution verabschieden.
01:02:31: Es gibt acht Entwürfe die diskutiert werden.
01:02:33: Keiner alleine hat ne Mehrheit.
01:02:35: Schauen wir mal was daraus kommt bei der Abstimmung.
01:02:38: und da geht es darum Wir schützen die Pharma-Branche.
01:02:41: Wir schützen die Gewässer.
01:02:42: deshalb baut die vierte Reinigungsstufe aus.
01:02:45: aber dass mit dem Zahlen den Mechanismus, den wir uns da überlegt haben, dann überdenken wir nochmal.
01:02:51: Ich glaube das ist gefährlich für das was du in deiner Frage drin hast.
01:02:55: Deswegen wenden wir uns da auch ganz stark dagegen, es ist nicht notwendig wenn man mehr Hersteller an das System ziehen will das ganze System anzuhalten sondern dass es im System angelegt.
01:03:06: Du hast ein kurzer Antwort gebeten deswegen komme ich noch mal darauf zurück.
01:03:10: Ich glaube am Ende werden wir es nicht alleine zahlen.
01:03:16: aber ob es genau so aussieht wie es jetzt dran ist Das lasse ich mal offen an der Stelle.
01:03:26: Wolf, wir haben letztes Jahr darüber gesprochen über die Bedeutung von Wasser und Politik.
01:03:33: für uns ist es ja alles sehr wichtig.
01:03:34: immer was muss eigentlich passieren damit sich die Bundespolitik irgendwann mal für Wasser interessiert?
01:03:43: Bisher hat ein Politiker und wahrscheinlich wir alle überhaupt kein Risiko damit, wenn er sich emotional für das Thema Wasser einsetzt und sagt Das ist mir total wichtig.
01:03:56: Und das wichtigste Lebensmittel und dies und dass und am Ende dann aber nichts oder wenig tut.
01:04:02: es hat wenig Konsequenzen weil das System der deutschen wasserversorgung super funktioniert und weil wir den klimawandel bisher und wahrscheinlich auch in Zukunft in Deutschland so erleben werden, dass uns zumindest ganz grundsätzlich das Wasser nicht ausgeht.
01:04:19: Viele Details jetzt dazu, die spare ich jetzt an dieser Stelle.
01:04:24: Wasser ist ein sehr emotionales Thema und damit lassen sich tatsächlich auch Mehrheiten mobilisieren.
01:04:32: Und ich glaube wenn es den Politikern ein Stück weit klarer wird, auf der einen Seite dieses Wasser als ein wichtiges Gut sehen, sich aber auch dafür einsetzen und am Ende auch dafür entsprechend stehen.
01:04:44: Dann wird auch das Interesse dafür da sein.
01:04:48: Ich will jetzt gar nicht so schwarz-weiß ausdrücken, denn die Welt ist... Es gibt sehr viele engagierte Politikerinnen und Politikern, die das verstanden haben und sich dafür einsetzten, die häufig von anderen Themen dann an die Seite geschoben werden.
01:05:05: Sven, ich glaube Energie hat eine größere Wahrnehmung auch nicht immer gut.
01:05:10: Aber Robert Habeck ist gefallen.
01:05:12: vor zwei Jahren auf dem VKU-Kongress hatte er im Grunde in der Videobotschaft gesagt ihr seid einfach zu viele.
01:05:18: also ein Achthundert Stadtwerke kann nicht funktionieren.
01:05:21: letzte Woche ist es wiedergefallen.
01:05:23: die Bundesnetzagentur geht auch so ein bisschen in diese Richtung.
01:05:26: wann geht denn das Stadtwerk?
01:05:27: sterben los?
01:05:28: jetzt andere Frage Teile meiner Antwort könnten Sie verunsichern.
01:05:39: Also das Stadtwerke-Sterben ist ja in deiner Art und Weise proklamiert worden.
01:05:43: Damals gab es ja die berühmte PWC Studie, die gesagt hat, hundert Stadtwerken werden überleben.
01:05:49: Das Gegenteil ist eingetreten aber nicht ausschließlich durch vorbildliches Agieren der Stadtwerkes sondern weil es Überkapazitäten im Markt gab, die Preise runtergegangen sind, die Vertriebsmaschen gestiegen sind usw.
01:06:06: Damit will ich aber gar nicht sagen, die Stadtwerke haben nicht einen guten Job gemacht.
01:06:09: Sondern sie haben ein bisschen gebraucht um sich auf diese neue Welt einzustellen.
01:06:18: Ich glaube Sie sind jetzt gut positioniert.
01:06:22: Die nächsten Jahre werden aber unglaublich herausfordernd weil die regulatorische Intensität noch mal zunehmen wird Transformation der Energiewende zunehmend wird, die Investitionen zunehmen werden.
01:06:43: Auch der demografische Faktor noch mal eine große Herausforderung sein wird.
01:06:48: insofern sind Stadtwerke glaube ich gut beraten.
01:06:53: Jetzt kommt der Werbeblock in Kooperationen zu denken weil sie damit auch langfristig ihre Stärke ausspielen können, dezentral vor Ort zu sein.
01:07:07: Weil die Energiewende ja vor Ort stattfindet und da sind die Stadtwerke ideal positioniert.
01:07:12: Sie werden aber vor dem Hintergrund dieser unglaublich breiten und komplexen Fragestellung nicht alles selber machen können.
01:07:20: Ich glaube da müssen wir generell in der Energiewirtschaft noch lernen dass wir nicht immer nur alles selbst machen sondern eben auch in Make or Buy Entscheidungen denken.
01:07:29: Das war jetzt schon meine kurze Antwort.
01:07:32: Es funktioniert nicht so richtig mit den kurzen Antworten, aber ich muss glaube die Frage anders stellen.
01:07:38: Das ist ja auch richtig.
01:07:42: Agnes wir schließen mit dir ab.
01:07:43: Gastgeberin.
01:07:45: Wir haben viel gerade ein das Thema Kooperation und das kommt ja später noch im Panel von Wolf bin ich gespannt.
01:07:52: Bernd Gagsch stellt dazu was vor Und das haben wir ja bruschenübergreifend.
01:07:59: Agnis wir haben gleich einen Vortrag.
01:08:00: da bin ich mal ganz gespannt auf.
01:08:01: der heißt Angriffe von innen.
01:08:05: Wie gefährlich sind wir Mitarbeiter eigentlich?
01:08:11: Das Thema hat jetzt auch wieder viele Perspektiven!
01:08:14: Ich sag mal so, ich weiß du hast die Frage anders gemeint aber wenn wir Pragmatismus mal erklären mit wohl überlegter Spontanität... Von da kamen ja dann sollten wir alle viel pragmatischer sein.
01:08:33: Das kann man jetzt auf alles beziehen.
01:08:35: Ich frage den mal, ob der hier eigentlich hin gehört bis hinzu?
01:08:38: Der Chef hat mir gesagt ich soll es so machen aber ehrlicherweise macht das gar keinen Sinn.
01:08:41: und ich rede mal Klartext und ich bringe Dinge auf einen Punkt und ich mache sie sichtbar.
01:08:47: dann sind unsere Mitarbeitenden genau die richtigen und mit denen zusammen werden wir auch tolle Sachen stemmen So, aber wir müssen den Dingen ohne sozusagen uns selber Angst zu machen und den anderen einfach mal klar ins Auge blicken.
01:08:59: Und auch klarkommunizieren auf den Punkt bringen weniger polemisch.
01:09:03: Und dann werden wir das hier... Wir sind ja alle intelligente Menschen wunderbar miteinander schaukeln.
01:09:08: Okay prima!
01:09:09: Das war der, ähm, das Ende Abschluss.
01:09:11: Das war Glasklar Live Talk.
01:09:14: Ein herzlichen Applaus für die Teilnehmern.